Freitag, 10. August 2018

5. August 2018

Strecke: Rifugio Coda (2280m) - Monte Mars (2600m) - Rifugio Coda - Tres Vescovi (2347m) - Rifugio Mombarone (2300m)

Die Sonne geht hinter dem Mars auf.
Heute in der Früh mussten wir uns von Thomas verabschieden, der noch viele Meter machen wollte. Bertram und ich wollten aber auf den Mars.

So endet unser Triumvirat.

Da geht er hin und kommt an diesem Tag noch weit!

Ja da müssen wir hin.

Teilweise recht ausgesetzt.

Der höchste in der Ecke hatte immerhin noch 2600hm zu bieten. Also ließen wir die schweren Rucksäcke stehen und suchten den Einstieg zu einer Tour, die mit "ee" gekenntzeichnet ist. Bald war der Weg entdeckt und entpuppte sich als sehr gut zu gehen. Ein paar versicherte Stellen waren problemlos zu überwinden. Bald hatten wir einen Gipfelsieg und einen tollen Rundblick.

Gipfelsieg, sogar mit Gipfelkreuz

Aus der Richtung waren wir gekommen, allerdings meisten im Tal.

Zurück waren wir schneller und setzten uns zum Rifugio Coda auf ein Bier. Es war sehr lustig, dass unsere Herbergsgenossen, der letzten Unterkünfte jetzt nach und nach eintrudelten. Aber zu lange hielten wir uns nicht mehr auf, weil schon wieder Wolken von der Po-Ebene zur Hütte zogen (manche meinten wegen der Reisfelder).

Der Vorteil des Gratweges war auch, dass wir auf der rechten Seite meistens freie Sicht hatten.

Der Wanderführer beschreibt verschiedene Wege und rät dezidiert von einer Gratwanderung ab. Bertram und ich wollten uns ein eigenes Bild machen. Unser Eindruck: der Grat hat sicher einige Höhenmeter mehr, aber der Weg ist spitze markiert, an heiklen Stellen versichert und immer gut zu gehen. Außerdem luden noch der Monte Bechit und der Monte Roux zum Gipfelsieg ein.

Die Wege waren alle gut versichert und markiert.

Außerdem konnten wir noch zwei Gipfel mitnehmen.

Teilweise sogar übertrieben versichert.

Als wir auf dem Pass waren, wo die untere Variante der GTA wieder dazustößt, wollten wir uns das Biwack anschauen. Es gibt dort aber nur zwei größere Gebäude. Das eine versperrt und das andere als Ziegenstall genutzt. (Zum Glück war meine Tour anders verlaufen als ursprünglich geplant.)

Der Stein ist gut zu gehen.

Der Spitz im Hintergrund ist schon unser Tagesziel.
Vom Pass sah ich schon den Mombarone, der durch die Säule mit der Jesusstatue gut zu identifizieren ist. Wir setzten unsere Gratwanderung fort und erreichten zuerst den Tre Vescovi und schließlich den Mombarone. Dort ist gerade viel los, weil heute ein Berglauf stattgefunden hat. Auf die Frage, ob es für zwei Personen möglich ist zu nächtigen, bekommen wir sofort eine positive Antwort. Bald zeigt sich auch warum: bis auf einen älteren Mann ziehen alle wieder gen Tal. So haben wir ein riesiges Matratzenlager für uns allein. Das Abendessen ist auch ok. Und nach einem Genepy geht es ins Bett.

Müde aber zufrieden auf dem Mombarone (2371m)
Die Hütte ist im Privatbesitz und hat im Moment das Manko, dass sie über kein Wasser verfügt.

Schlafraum hatte sie aber mehr als genug.






Dienstag, 7. August 2018

4. August 2018

Strecke: Galleria Rosazza (1466m) - Oropa (1100m) - Lago di Mucrone (1902m) - Bochetta del Lago (2026m) - Rifugio Coda (2280m)

Morgenstimmung bei der Galeria Rosazza (in der Poebene ist sogar schon in der Früh ein Dunst)

Die Quartierwahl war echt gut. Ich schlief ausgezeichnet und auch das Abendessen bzw. das Frühstück war vorzüglich. In der Früh versuchten wir im Tunnel einen Cache zu finden, aber da wir die Vorinfos dieses Multis nicht gemacht hatten, blieben wir erfolglos.

Wie immer in der Früh: lange Beine

Thomas überlegt das Rad zu nehmen

Gut gelaunt gehen wir es an

Auf der anderen Seite gingen wir gleich Richtung Tal und konnten die große Klosteranlage bald erblicken. Wir versäumten eine Abzweigung und hätten auf der Straße weitergehen müssen, aber Bertram und ich schlugen uns querwaldein, bis wir den schönen Wanderweg wieder erreichten. (Thomas zog die Straße vor.)

Der Berg im Hintergrund ist der Mucrone (2335m)

Und am Fuß dieses Berges ist die riesige Pilgerstätte.

Mit etwas querwaldein erreichen wir den richtigen Weg

Schon bei der Annäherung nach Oropa hörten wir heilige Gesänge. Obwohl erst Samstag kamen wir rechtzeitig zur Vormittagsmesse, die auch mit Lautsprechern übertragen wurde. Es waren wahre Menschenmassen da. Thomas, der uns entdeckt hatte, setzte sich in den Schatten, während wir einige Caches auf dem Gelände suchten.


Es war extra ein Zelt aufgebaut worden und auch Lautsprecher waren da.

Das ist einer von drei Höfen vor der Kirche.

Beim Brunnen können sich Pilger mit Schöpfern Wasser vom Brunnen schöpfen.
Als die Messe beinahe aus war, gingen wir los. Im herunteren Teil war es noch schattig, aber weiter ober stach die Sonne unbarmherzig herunter. Wir schleppten uns hinauf und endlich erreichten wir den See.


Im unteren Teil war noch schöner Buchenwald mit viel Schatten.

Ab der Mitte war dann nur noch Schotterpiste.

...und schließlich gar keine Bäume mehr.
 Dieser war wie geschaffen für eine Abkühlung, aber die Italiener trauten sich nicht hinein. Thomas und ich aber schwammen eine Runde. Nach einer guten Jause mit Trockenbrot und Eselssalami machten wir uns wieder auf den Weg.


Es war Samstag und daher jede Menge Italiener da. (Die haben die Seilbahn benutzt)

Das Wasser war herrlich kühl, aber wesentlich wärmer als der Bach vor zwei Tagen.
Die Wolken zogen herum und ab dem Sattel war von den Bergen rundum nicht mehr viel zu erkennen. Der Weg war schön angelegt, aber auch sehr ausgesetzt und immer wieder einmal mit Leitern oder Seilen versichert.


bis zum Pass war es nicht weit, aber dann...

...ging der Weg ständig am Berghang entlang, hinauf und hinunter.

Thomas kam bald nach mir an.

Schließlich ist die Mannschaft wieder komplett.
Ich glaubte hinter jeder Biegung schon die Hütte sehen zu können, aber der Weg zog sich in die Länge. Schließlich hängte ich die anderen ab, stellte meinen Rucksack hin und ging ohne Gepäck Herbert entgegen, der wegen Fußproblemen auf Sandalen umgestiegen war. Ich trug ihm den Rucksack bis zur Hütte. Die Dusche war zu bezahlen, aber notwendig. Das Essen war einfach, aber gut.

Montag, 6. August 2018

3. August 2018

Strecke: Rifugio Rivetti (2150m) - Piedicavallo (1037m) - Madonna delle neve (1480m) - Rosazza (882m) - Santuario Giovanni (1ß22m) - Rifugio Galleria Rosazza (1468m)


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Blick zurück

In der Früh brachen wir gegen acht Uhr auf (nicht ohne zuerst noch einen FTF geholt zu haben). Ich hatte Lust mich ein bisschen zu verausgaben und lief vor. Kurz vor zehn Uhr bin ich in Piedicavallo, einem netten kleinen kleinen italienischen Ort, angekommen.

Nette Idee, da trag ich mich doch gleich ein.
Piedicavallo hat nichts mehr von den Walsern.
 Als alle wieder beisammen sind, trinken wir ein Bierchen und dann geht es den Berg zur Schneemadonna hoch.

Ein kühles Getränk und ein Stück Kuchen und dann gehts weiter.
Unser Auszug aus Piedicavallo.

Es wird sehr heiß und oben müssen wir wieder abrasten, bevor wir nach Rosazza absteigen. In Rosazza treffen wir die deutsche Familie wieder, die die Madonna delle neve ausgelassen hat und auf der Talstraße gewandert sind.

Piedicavallo von der Madonna delle neve.
Da geht nicht einmal eine Straße rauf und trotzdem war viel Betrieb.

Wieder im Tal in Rosazza bewundern wir die Villa.
Sollen wir noch bis nach Oropa gehen oder reicht uns San Giovanni.

Wir suchen noch einen Cache und dann geht es einen schönen Pilgerweg bergan. Wir erreichen das Santuario Giovanni schon kurz nach 15.00 Uhr und beschließen nach einem Cache und einem "agua di Bavaria" noch bis Oropa weiter zu gehen.


Das Santuario San Giovanni
Thomas hat vom Tunnel gelesen, der seinerzeit für Kutschen gebaut wurde und meint, dass wir da abkürzen könnten. Also steigen wir noch einmal über 400 Höhenmeter hoch bis zum Tunnel. Vor diesem ist ein kleines Rifugio "Galleria Rosazza".

Wir lassen das Santuario San Giovanni hinter uns.

Wir fragen an, ob sie noch einen Platz haben und siehe da so kommen wir zu einem Quartier mit Halbpension. Das Essen ist gut und so gehe ich bald gut gelaunt schlafen.


Wir bekommen einen Platz in dem urigen Haus.

Und das ist er, der Tunnel, der für fromme Pferdekutschenbesitzer gebaut wurde.

Sowohl Abendessen als auch Frühstück konnten wir im Freien einnehmen.