Samstag, 5. September 2026

WWW02A Zentralalpenweg

 6. Tag am 12.August 2026

Strecke: Matrei/Brenner (990m) -Mützens - Maria Waldrast (1638m) - Auffindungskapelle (1740m) - Mieders (952m)

Gehzeit: ca. 6:30h

Streckenlänge: ca. 15,1km

Aufstieg: ca. 978m

Abstieg: ca. 956m

In der Nacht habe ich sehr schlecht geschlafen, weil mir die Matratze zu weich war. Ich wache immer wieder auf, wenn ich mich umdrehe. Um 7 Uhr stehen wir endlich auf. Das Hotel ist ohne Frühstück und über booking.com gebucht. Der Preis von 140 Euro für die Nächtigung für zwei Personen war der Rezeptionistin sichtlich peinlich und sie hat für das nächste Mal den Tipp gegeben direkt zu buchen. Dann gibt es sogar Prozente für eine Alpenvereinsmitgliedschaft.

vor dem Hotel sitzt ein Eule

ein weitwanderwürdiges Frühstück

Kurz nach acht Uhr stiefeln wir los zur nächsten Bäckerei. Die hat ein tolles Frühstück für 11,50 Euro pro Person. Wir lassen uns Zeit und starten endgültig um neun Uhr in Matrei. Wir schauen uns noch die Kirche an, kaufen beim M-Preis ein Getränk und in der Apotheke ein ApresSun. Danach geht es gleich einmal bergauf in den nächsten Ort, namens Mützens. Dort holen wir einen Cache etwas abseits und können dann dem Multi entlang des Kreuzweges folgen.

Kirche von Matrei

Ein netter Ort

Steigung nach Mützens

auch hier Motorsägenkunst

Wie immer in der Früh, gut gelaunt!


besagte Mautstation

Wir kommen wieder bei Bildstücken oder Kapellen vorbei, wo wir Fragen beantworten müssen, um die Variablen zu erhalten. Beim Parkplatz und der anschließenden Mautstelle geht es sehr gesittet zu. Links gehen die Fußgänger, in der Mitte fahren die Autos, die ein Maut entrichten müssen und rechts dürfen die Radfahrer ebenfalls kostenlos passieren. Heute ist Italienertag. Sehr viele unserer Nachbarn fahren, natürlich mit dem Auto, die Straße bis Maria Waldrast empor.

Forstarbeiten bei der Blutschwitzerkapelle



Sicherung für die Seilbahn

Die Kapelle wurde von der Landjugend errichtet

Die Straße ist meist steil, aber gut im Schatten. Ein Zieleinlauf auf der Seite zeigt, dass die Straße im Winter als Rodelbahn genutzt wird. Schließlich verabschiedet sich die Straße nach links und geradeaus geht die Wanderstrecke weiter. Vor der nächsten Kapelle haben Forstarbeiter eine Seilbahn aufgebaut, um die Bäume aus dem steilen Terrain zu bekommen. Die Frage zur Kapelle können wir erst im Inneren beantworten. Ich habe noch nie von einer Blutschwitzerkapelle gehört. Nach einer kurzen Trinkpause geht es weiter.

Serles mit Wolke

beim Parkplatz

Der Blick zurück zeigt, wo wir gestern noch oben waren

Auf der Forststraße ist es heute mühelos zu wandern und Hannah und ich sind immer gleichauf. Außerdem ist es sehr kurzweilig durch die Fragen, die wir beantworten müssen. Bei einer Station gehen wir wieder zur Straße und sofort passieren uns zwei italienische Autos. Beim nächsten Parkplatz geht es zurück zur Forststraße und jetzt ist es nicht mehr weit. Bei einem Brunnen machen wir die letzte Trinkpause vor dem Kloster.


Es geht immer schön dem Bach entlang

Luzifers Vertreibung durch Sankt Michael

hinten ist schon das Kloster zu sehen

falscher Wegweiser

Beim Kloster gibt es abgesehen von den Menschenmassen auch einen heilkräftigen Brunnen

Leider fehlen bei zwei Stationen die Tafeln und ich bin etwas entmutigt. Wir sammeln trotzdem die letzte Variable und kommen beim Kloster an. Dort setzen wir uns in den Schatten der Kirche und ich rechne die Variablen aus. Ein Vorfinder hat geschrieben, dass er die östlichste Möglichkeit genommen hat. Mir fehlen aber zwei Variablen, deshalb komme ich auf vier östliche Versteckorte. Ich setze den Final ein und bemerke meinen Irrtum nicht, dass ich die westlichste Möglichkeit eingegeben habe. Der GZ sieht glaubhaft aus und wir probieren hinzugelangen.

Auch heute kann man noch einen vollständigen Ablass erhalten, wenn man verschiedene Dinge erfüllt

Wir müssen auf einen gesperrten Weg und es geht gleich steil bergauf. Normalerweise ist das der Weg auf die Serlos. Irgendwie kommt mir das Ganze doch komisch vor und ich bemerke meinen Ost - West - Dreher. Also berechne ich alles noch einmal und wir klappern jetzt von oben kommend, einen nach dem anderen Punkt ab. Beim dritten werden wir fündig. Der Cache ist in einem guten Zustand.

Die Kirche von Innen

und von außen

Wir gehen zurück zu unseren Rucksäcken, schauen uns die Kirche an und ich gehe in den Souvenirladen, wo ich mir einen Stempel holen will. Ein Servitenmönch ist gerade dabei einen Rosenkranz zu weihen. Als die Kundinnen glücklich abgezogen sind, bekomme ich tatsächlich einen Stempel und sogar noch ein paar Ansichtskarten geschenkt. 

 der Tuxer Gletscher zeigt sich noch einmal

Direttissima zur Auffindungskapelle

Nach einer weiteren Trink- und Jausenpause machen wir uns auf, die nahen Caches aufzusuchen. Der erste Kurzmulti ist zwar sehr steil zu erreichen, aber bald entdeckt. Dann machen wir uns auf zur Auffindungskapelle (dort haben Hirten eine Madonna gefunden, die zur Gründung des Klosters geführt haben). Wir nehmen die Direttissima und sind nach etwas mehr als 10 Minuten bei der Kapelle. Dort habe ich leider keinen Empfang und suche sehr lange. Schließlich finde ich den Cache und wir können weiterwandern.

Die Kapelle ist ähnlich gestaltet wie die Kirche

Brückencache

Cache mit Salamander


Auch den nächsten Cache bei der Brücke und den Cache bei der höchsten Stelle finden wir. Jetzt geht es nur noch bergab. Wir haben auch auf dieser Seite Kapellen, diesmal aber mit den einzelnen Versen des Rosenkranzes. Es kommt uns wieder der "Zug" entgegen, ein Traktor, der auf Lokomotive getrimmt ist und Touristen von der Bergstation der Serlosbahn nach Maria Waldrast karrt. Nach einiger Zeit verlassen wir die offiziellen Wege und kürzen ab, um auf einen Wanderweg zu kommen, der direkt zu unserem Hotel führt. 

Jetzt geht es bergab

Blick ins Stubaital und gegenüber unsere Ziele fürs nächste Mal

Einmal haben wir ihn beim Kloster erlebt und einmal hat er uns beim Zurückfahren überholt

Blick auf Mieders

Wanderweg mit Blick auf die Nordkette

Der letzte Cache ist nicht mehr da. Wir wandern beim Schwimmbad vorbei, kommen zum Hotel und gehen gleich zur Rezeption. Dort dürfen wir uns ein Getränk aufs Haus aussuchen und bekommen etwas zum Knabbern hingestellt. Wir checken ein und während wir noch in der Lounge sitzen, kommen zwei  junge deutsche Frauen mit Riesenrucksack herein. Diese sind auch Weitwanderinnen und wandern von Berchtesgaden bis nach Sterzing. Ist ist die erste Wanderung dieser Art und ihnen ist die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben. Der Vorteil ist, dass wir ihre Chips auch noch essen können, weil sie nur noch ins Zimmer wollen.

Symbolfoto ;-)

Im Zimmer gehen wir Duschen, waschen ein paar Sachen und gehen dann in den Speisesaal. Das Fleisch ist etwas zäh, der Salat gut. Ich versuche mein Italienisch zu aktivieren (das Hotel wird von Italienern geführt). Zur Nachspeise holen wir uns Crepes. 


 






Freitag, 4. September 2026

WWW02A Zentralalpenweg

5. Tag am 11. August 2026

Strecke: Lizumerhütte - Geierjoch (2725m) - Geier (2857m) - Lizumer Reckner (2886m) - Staffelsee (2660m) - Griffjoch (2550m) - Naviserjöchl (2536m) - Stöcklalm (1780m) - Naviser Hütte (1650m) - Navis (1470m) - Matrei/Brenner (1000m)

Gehzeit: ca. 10h

Streckenlänge: ca. 25,2km

Aufstieg: ca. 1263hm

Abstieg: ca. 2221hm

In der Früh bin ich nach dem Packen des Rucksacks bei den ersten Wanderern dabei, die auf das Frühstück warten. Als die Tür zum kleinen Frühstückraum geöffnet wird, gibt die Kellnerin den Tipp, auf beiden Seiten des Buffets zu beginnen. Ich hol erst einmal ein Müsli und einen Kaffee und später, als die Menge aufgelockerter ist, die restlichen Frühstücksachen. Für heute haben wir ein Lunchpaket bestellt. Nach dem Frühstück holen wir das und verstauen es in unseren Rucksäcken. Ich treffe noch kurz die München - Venedig - Geher und verabschiede mich von ihnen. Dann kommt Hannah und wir starten wieder um ungefähr 8 Uhr. Wir kommen bei der Naturwacht und bei einem Bundesheerauto vorbei und erreichen den Talgrund.

Morgenstimmung auf der Lizumer Hütte

Wo sind meine Schuhe?

Auf geht's

Naturwacht

Dort beginnt die Steigung und vor uns sind bereits vier Leute im Hang zu sehen. Wir steigen stetig höher und natürlich werden alle hundert Höhenmeter mit einem Handschlag gefeiert. Auch die stündliche Trinkpause behalten wir bei. Der Geier ist mit 2 h 30 min angeschrieben. Wir kommen gut voran und die Höhenmeter purzeln.

Blick zurück

und schon wieder 100 Höhenmeter geschafft


etwas mehr als die Hälfte zum Geierjoch ist geschafft

interessantes Gestein

Trinkpause

Geierjoch (2725m)


Junssee und Tuxergletscher


Wir holen immer wieder andere Wanderer ein, überholen sie und wenn wir Rast machen, überholen sie uns wieder. So arbeiten wir uns bis zum Geierjoch (2725m) vor. Dort weitet sich der Blick und der Tuxer Gletscher ist zum Greifen nah. Nach kurzen Fachsimpeln über das Friesenbergerhaus und einer Trinkpause machen wir uns auf die letzen Meter bis zum Geier (2857m). Tatsächlich sind wir in der vorgegebenen Zeit oben beim Gipfel und finden einen metallenen Geier und ziemlich steile Felswände. Das Gipfelplateau ist weitläufig und gibt den Blick auf den Lizumer Reckner frei, der unbesteigbar aussieht.

eine Passagen, wo wir Hände und Füße brauchen

gleich geschafft

Da ist er der Blechvogel

Ist das eine gute Stelle zum Füße Baumeln lassen?

aber sicher doch (der See ist der Staffelsee)


Geiergipfelfoto


Wir treffen eine Tiroler Familie samt Hund und ich bekomme die Bergwelt erklärt. Viele Gipfelnamen habe ich noch nicht gehört und die ganz hohen Spitzen sind schon in den Wolken verschwunden. Wir steigen ab und lassen die Rucksäcke beim Übergang zum Lizumer Reckner (2886m) liegen. Die Strecke ist gut versichert und der Fels griffig. Außerdem ist es heute trocken. So schaffen wir es alles schwierigen Stellen zu meistern und stehen am Schluss stolz auf dem bisher höchsten Berg unserer Tour.

Wie soll es da rauf gehen?

Schneereste beim Blick nach Osten

Die Tiroler auf dem Geier

Wo ist der Weg?

Trittstufen und Seilsicherungen helfen



zweiter Gipfel des Tages

Auch beim Abstieg müssen wir genau schauen, wie wir runterkommen

Es blüht ein Blümlein da

Schon vom Geier und auch vom Lizumer Reckner haben wir den Staffelsee entdeckt. Ich will da unbedingt eine Runde schwimmen, aber während wir zum See absteigen ist es bewölkt. Kaum haben wir es uns für die Mittagsrast am See gemütlich gemacht, kommt die Sonne heraus und ich nutze das Sonnenfenster, um hineinzuspringen. Die Wanderer die bis vor kurzen noch beim See waren, sind eh schon weitergezogen. Wir jausnen unser Lunchpaket und ich singe für Bertram ein Lied. 

Bereits auf dem Weg zum Naviser Kreuzjöchl

Blick zurück: der dunkle hinter Hannah ist der Geier

schöner Höhenweg

Bald haben wir den Lizumer Rechner und den Geier hinter uns gelassen

kurze Gipfelrast

Nach der Pause suchen wir einen alten Geocache und finden ihn auch. Nach ein bisschen Wegsuche beschließen wir über das Naviser Kreuzjöchl zu gehen. Das ist eine schöne Gratwanderung und wir umgehen das Übungsgebiet. Jetzt zieht es zu und ein paar Tropfen fallen. Wir machen uns regenfest und kaum ist alles fertig, ist der Regen auch schon wieder vorbei. Wir bleiben in der Regenmontur, aber kurz vor dem Kreuzjöchl (2536m) müssen wir sie wegen der stechenden Sonne wieder ausziehen. Auf dem Gipfel wimmelt es von geflügelten Ameisen und diese setzen sich überall hin. 

ohne Ameisen ist es besser


Die erarbeiteten Höhenmeter müssen wir auch wieder runter, bis zum Talschluss!



Kurz vor der Stöcklalm

Navis ist in greifbarer Nähe

Die Stöcklalm lassen wir hinter uns

Wir flüchten Richtung Stöcklalm. Wir kommen zuerst bei ein paar Haflingern vorbei bei einem Kreuz bei etlichen Kühen. Die Stöcklalm wäre bewirtschaftet, aber weil es noch weit bis zu unserem Tagesziel ist (wenn wir nicht den Bus von Navis nehmen), gehen wir weiter. Ab der Naviser Hütte, die leider jetzt privat ist, geht es wieder durch den Wald. Die Waldwege sind angenehm kühl. Wir erreichen Navis und Hannah drängt dazu, weiter zu gehen. (Ich hätte vielleicht wirklich den Bus genommen.)

Die Naviser Hütte gehört nicht mehr dem Alpenverein

endlich wieder kühler Wald

Ein Navi (Garmin) trifft Navis

O-Ton Hannah: wenn du nicht mehr kannst, lass ich dich von deiner Mutter abholen ;-)

Der Weg am Bach ist eh schön



Matrei ist vor uns

Also gehen wir an die Straße, die am Navisbach entlang führt und legen die letzten Kilometer zurück. Hier haben wir gut Zeit uns Geschichten zu erzählen. Die Zeit verfliegt und um 18.40 Uhr erreichen wir das Hotel. Wir bekommen ein Zimmer und die Info, dass es bis 21 Uhr etwas zu essen gibt. Wir machen uns frisch und gehen Abendessen. Für meine KnödelTris mit doppeltem Salat und Hannahs Riesenburger zahlt Hannah 85€.