Freitag, 4. September 2026

WWW02A Zentralalpenweg

5. Tag am 11. August 2026

Strecke: Lizumerhütte - Geierjoch (2725m) - Geier (2857m) - Lizumer Reckner (2886m) - Staffelsee (2660m) - Griffjoch (2550m) - Naviserjöchl (2536m) - Stöcklalm (1780m) - Naviser Hütte (1650m) - Navis (1470m) - Matrei/Brenner (1000m)

Gehzeit: ca. 10h

Streckenlänge: ca. 25,2km

Aufstieg: ca. 1263hm

Abstieg: ca. 2221hm

In der Früh bin ich nach dem Packen des Rucksacks bei den ersten Wanderern dabei, die auf das Frühstück warten. Als die Tür zum kleinen Frühstückraum geöffnet wird, gibt die Kellnerin den Tipp, auf beiden Seiten des Buffets zu beginnen. Ich hol erst einmal ein Müsli und einen Kaffee und später, als die Menge aufgelockerter ist, die restlichen Frühstücksachen. Für heute haben wir ein Lunchpaket bestellt. Nach dem Frühstück holen wir das und verstauen es in unseren Rucksäcken. Ich treffe noch kurz die München - Venedig - Geher und verabschiede mich von ihnen. Dann kommt Hannah und wir starten wieder um ungefähr 8 Uhr. Wir kommen bei der Naturwacht und bei einem Bundesheerauto vorbei und erreichen den Talgrund.

Morgenstimmung auf der Lizumer Hütte

Wo sind meine Schuhe?

Auf geht's

Naturwacht

Dort beginnt die Steigung und vor uns sind bereits vier Leute im Hang zu sehen. Wir steigen stetig höher und natürlich werden alle hundert Höhenmeter mit einem Handschlag gefeiert. Auch die stündliche Trinkpause behalten wir bei. Der Geier ist mit 2 h 30 min angeschrieben. Wir kommen gut voran und die Höhenmeter purzeln.

Blick zurück

und schon wieder 100 Höhenmeter geschafft


etwas mehr als die Hälfte zum Geierjoch ist geschafft

interessantes Gestein

Trinkpause

Geierjoch (2725m)


Junssee und Tuxergletscher


Wir holen immer wieder andere Wanderer ein, überholen sie und wenn wir Rast machen, überholen sie uns wieder. So arbeiten wir uns bis zum Geierjoch (2725m) vor. Dort weitet sich der Blick und der Tuxer Gletscher ist zum Greifen nah. Nach kurzen Fachsimpeln über das Friesenbergerhaus und einer Trinkpause machen wir uns auf die letzen Meter bis zum Geier (2857m). Tatsächlich sind wir in der vorgegebenen Zeit oben beim Gipfel und finden einen metallenen Geier und ziemlich steile Felswände. Das Gipfelplateau ist weitläufig und gibt den Blick auf den Lizumer Reckner frei, der unbesteigbar aussieht.

eine Passagen, wo wir Hände und Füße brauchen

gleich geschafft

Da ist er der Blechvogel

Ist das eine gute Stelle zum Füße Baumeln lassen?

aber sicher doch (der See ist der Staffelsee)


Geiergipfelfoto


Wir treffen eine Tiroler Familie samt Hund und ich bekomme die Bergwelt erklärt. Viele Gipfelnamen habe ich noch nicht gehört und die ganz hohen Spitzen sind schon in den Wolken verschwunden. Wir steigen ab und lassen die Rucksäcke beim Übergang zum Lizumer Reckner (2886m) liegen. Die Strecke ist gut versichert und der Fels griffig. Außerdem ist es heute trocken. So schaffen wir es alles schwierigen Stellen zu meistern und stehen am Schluss stolz auf dem bisher höchsten Berg unserer Tour.

Wie soll es da rauf gehen?

Schneereste beim Blick nach Osten

Die Tiroler auf dem Geier

Wo ist der Weg?

Trittstufen und Seilsicherungen helfen



zweiter Gipfel des Tages

Auch beim Abstieg müssen wir genau schauen, wie wir runterkommen

Es blüht ein Blümlein da

Schon vom Geier und auch vom Lizumer Reckner haben wir den Staffelsee entdeckt. Ich will da unbedingt eine Runde schwimmen, aber während wir zum See absteigen ist es bewölkt. Kaum haben wir es uns für die Mittagsrast am See gemütlich gemacht, kommt die Sonne heraus und ich nutze das Sonnenfenster, um hineinzuspringen. Die Wanderer die bis vor kurzen noch beim See waren, sind eh schon weitergezogen. Wir jausnen unser Lunchpaket und ich singe für Bertram ein Lied. 

Bereits auf dem Weg zum Naviser Kreuzjöchl

Blick zurück: der dunkle hinter Hannah ist der Geier

schöner Höhenweg

Bald haben wir den Lizumer Rechner und den Geier hinter uns gelassen

kurze Gipfelrast

Nach der Pause suchen wir einen alten Geocache und finden ihn auch. Nach ein bisschen Wegsuche beschließen wir über das Naviser Kreuzjöchl zu gehen. Das ist eine schöne Gratwanderung und wir umgehen das Übungsgebiet. Jetzt zieht es zu und ein paar Tropfen fallen. Wir machen uns regenfest und kaum ist alles fertig, ist der Regen auch schon wieder vorbei. Wir bleiben in der Regenmontur, aber kurz vor dem Kreuzjöchl (2536m) müssen wir sie wegen der stechenden Sonne wieder ausziehen. Auf dem Gipfel wimmelt es von geflügelten Ameisen und diese setzen sich überall hin. 

ohne Ameisen ist es besser


Die erarbeiteten Höhenmeter müssen wir auch wieder runter, bis zum Talschluss!



Kurz vor der Stöcklalm

Navis ist in greifbarer Nähe

Die Stöcklalm lassen wir hinter uns

Wir flüchten Richtung Stöcklalm. Wir kommen zuerst bei ein paar Haflingern vorbei bei einem Kreuz bei etlichen Kühen. Die Stöcklalm wäre bewirtschaftet, aber weil es noch weit bis zu unserem Tagesziel ist (wenn wir nicht den Bus von Navis nehmen), gehen wir weiter. Ab der Naviser Hütte, die leider jetzt privat ist, geht es wieder durch den Wald. Die Waldwege sind angenehm kühl. Wir erreichen Navis und Hannah drängt dazu, weiter zu gehen. (Ich hätte vielleicht wirklich den Bus genommen.)

Die Naviser Hütte gehört nicht mehr dem Alpenverein

endlich wieder kühler Wald

Ein Navi (Garmin) trifft Navis

O-Ton Hannah: wenn du nicht mehr kannst, lass ich dich von deiner Mutter abholen ;-)

Der Weg am Bach ist eh schön



Matrei ist vor uns

Also gehen wir an die Straße, die am Navisbach entlang führt und legen die letzten Kilometer zurück. Hier haben wir gut Zeit uns Geschichten zu erzählen. Die Zeit verfliegt und um 18.40 Uhr erreichen wir das Hotel. Wir bekommen ein Zimmer und die Info, dass es bis 21 Uhr etwas zu essen gibt. Wir machen uns frisch und gehen Abendessen. Für meine KnödelTris mit doppeltem Salat und Hannahs Riesenburger zahlt Hannah 85€.




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