Samstag, 6. August 2022

WWW 02A Zentralalpenweg

 1. Tag am 9. Juli 2022

Strecke: Anreise mit dem Zug von Gratkorn nach (Bhf.) Bad Hofgastein (836m) - Biberalm (1.735m)

Ca. 8 km bei 1072m Anstieg und 68m Abstieg 

min. Höhe: 737m, max. Höhe: 1746m

Es geht wieder los


Nur einen Tag nach Schulschluss, der Rucksack ist seit Tagen gepackt, ziehe ich in der Früh los. Zuerst einmal in die Öffis: Bus bis zum Bahnhof Gratwein - Gratkorn. An der Bushaltestelle warten viele Leute mit dicken Koffern, ihr Ziel ist das Nordkapp mit einer Pauschalreise. Dann Weiterfahrt bis Leoben (Zustieg meiner Nichte = bewährtes Teammitglied), weiter nach Bischofshofen (zufälliges Verwandtentreffen am Bahnsteig) und Umstieg in anderen Zug (Treffen von Bertram = Komplettierung des Teams der letzten Jahre) - Ankunft in Bad Hofgastein, Ortsteil Breitenberg, wo wir letztes Jahr unsere Wanderung beendet haben. 

Zustieg geklappt

Verwandtschaft in B-Hofen geht auch Wandern, aber in Osttirol

Traditionelles GC Event zu Beginn einer Wanderung

Ich habe für eine Viertel Stunde nach unserer Ankunft ein Geocachertreffen angesetzt. Es soll klein aber fein werden. Ein Wiener Ehepaar auf dem Weg zu einem Tanzevent, zwei Deutsche Radfahrer aus dem Raum Köln auf dem Weg zur Tauernschleuse und eine ehemalige Hiesige, die die Gelegenheit nutzt, gleich nach ein paar ihrer Caches in der Gegend nach dem Rechten zu sehen. 

Das Wandertrio ist komplett

Die Frage, ob wir gleich in den Wanderweg einsteigen, oder noch ein paar Talcaches mitmachen, erübrigt sich. Wir finden einige, ersetzen einen von der uns nun bekannten Ownerin, und erst dann geht es über Wieder in Richtung Brandebengut. Es geht gleich steil los und die Höhenmeter purzeln. 

Bertram riskiert keine Blasen, deshalb ist er heute mit Alternativschuhwerk unterwegs

Pferde sind neugierig und versperren gerne den Weg

Bald haben wir einen herrlichen Blick ins Gasteiner Tal

Es ist nicht mehr weit zum Brandebengut

Die Kondition passt bis jetzt

Das Brandebengut ist der Stammhof, zu dem auch die Biberalm gehört. Wir entscheiden uns den Sepp Gruber Poesie Weg zu gehen. Die Gedichte selbigen Dichters sind etwas holprig, aber der Weg gut zu gehen. Dieser begleitet uns bis kurz vor die Biberalm. Erkennbar ist der Weg, weil an allen schönen Ausblicken eine riesige Tafel mit einem Gedicht steht. Sehr angeregt, beginnen wir auch zu reimen und die Zeit vergeht recht rasch, bis wir bei der Alm sind. Eine sinnvolle Einstiegstour für den ersten Tag.

Holz vor der Hüttn einmal anders

Das Brandebengut und hinten der Gamskarkogel, heuer ohne Schnee

Kurze Pause am Beginn des Poesieweges

und es geht aufwärts

Sepp wird ein Naheverhältnis zum Bürgermeister nachgesagt

Bertram hört sich Hannahs Playlist an,

während ich die Dosen am Wegesrand suche

Nach der Schnaufpause kurz ins Gemüse, damit wir uns wenigstens einmal verirrt haben, bevor wir die Alm erreichen

Hier gehen wir auf dem WWW02A und dem WWW10.


Biberalm (1735m)

 

Die Biberalm liegt sehr schön da und wird von zwei Sennerinnen betrieben, die neben den Tieren auch bis zu zehn Wanderern die Möglichkeit geben zu übernachten. Wir bekommen unser Lager zugewiesen und sogar eine warme Dusche. Wir machen uns frisch und zum Abendessen gibt es Pizza (mit Nachschlag). 

Freudige Gesichter: unser Etappenziel ist erreicht

Nach dem Abendessen laden wir Nathalie vom Nebentisch zu uns und sie erklärt sich auch bereit beim Rätz-gi-gi Spiel mitzumachen. Sie kommt aus dem Raum Freiburg, ist das erste Mal in den Alpen und hat ihren Hund mit.






Bad Mitterndorf - Schneggalm und retour

Strecke: Bad Mitterndorf - Rödschitz - Singerhauserhütte - Kochalm - Schneggalm - Kochalm und Bad Mitterndorf

16,5km in 4,5 Stunden Bei 624m Anstieg und 509m Abstieg. Min. Höhe 804m, max. Höhe 1162m

Leider geht es nicht auf den Grimming, aber das kommt 2022 auch noch!

Jedes Jahr Mitte Juni gehe ich mit meinem anderen Bruder eine Wanderung. Diese hat den Schwerpunkt Pflanzen und Tiere am Wegesrand, weil mein Bruder sich sehr gut mit diesen auskennt. Ich fahre in der Früh vom Basecamp in Irdning nach Bad Mitterndorf und wir stellen ein Auto zum Kochbauer. Schließlich wollen wir zu Mittag wieder in Bad Mitterndorf sein zum Essen. Außerdem ist für den Nachmittag schlechtes Wetter  angesagt. 

Zurück im Mitterndorf queren wir gleich einmal vom Salzagraben in den Rödschitzgraben. Dort geht es entlang der Rödschitz Richtung Singerhauserhütte und weiter durch den Wald bis zur Kochalm. 

Heute geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um genau zu schauen, was es da für Pflanzen und Tiere gibt.

Vor lauter Schauen habe ich wenig fotografiert. Erst beim Forstweg zur Scheggalm gibt es wieder Fotos, die ich euch nicht vorenthalte. Die Schneckenalm ist sehr idyllisch gelegen und auf einer Strecke, wo ein Übergang zum Grundlsee möglich ist. Wir aber gehen nach einem Querwaldein-Abenteuer auf einer anderen Forststraße wieder zur Kochalm. 

das Gelände ist oft recht steil

wir befinden uns hinter der Tauplitzalm


Idyllische Alm, aber noch ohne Vieh

Hier wäre ein Übergang zum Grundlsee möglich.

Die Wegelagerer chillen im Schatten und wir erreichen das Auto vor dem Gewitter.

Die Fotos von Fauna und Flora sind auf der Kamera meines Bruders, weshalb ich euch nicht an der Bestimmung teilhaben lassen kann. Aber Fitnesstest auch querwaldein positiv absolviert, der 02er kann kommen!



Donnerstag, 4. August 2022

Tour über die Hochalm

Strecke: Gratkorn - Leoben mit dem Zug; Leoben Hauptplatz - Leoben Göss - großer Gößgraben - Almwirt (1050m) - Hochalm (1565m) - Hühnerfelsen (1593m) - Wetterkogel (1643m) - Moaralm - kleiner Gößgraben - Leoben- Rückreise mit dem Zug

ca. 34km in 10,25h (reine Gehzeit und Suchzeit) bei 1571hm hinauf und 1473hm hinunter (Minimale Höhe 522m maximale Höhe 1643m)


auf geht's, der Tag wird lang

Eine Vorbereitungstour der besonderer Art mache ich im Juni. Ich gehe von Leoben auf die Hochalm und wieder zurück. Das ganze ist ein Powertrail und ich will ja auch meine Power austesten. Am Ende des Tages werde ich 83 Caches besucht haben. Bei zwei Minuten pro Cache brauche ich alleine für die Suche und das Loggen schon 2,5 Stunden. (Selber schuld, hat mich ja keiner gezwungen soetwas auszuprobieren)

Start ist 6.30 Uhr und zuerst gehe ich zum Hauptplatz und dann der Mur entlang Richtung Göss. Weiter auf einer Forststraße oberhalb des Gößgrabens, wo schon einige Sidecaches warten. Beginn des Trails ist erst da, wo der kleine und der große Gößgraben zusammentreffen.

Die alte Bergbaustadt hat einen netten Hauptplatz

mit schönen Häusern

lange halte ich mich nicht auf und sehe bald die Heimat des Gösserbiers

dieses Foto ist symptomatisch: heute wird es noch oft um Pflanzen gehen

rasch die ersten Höhenmeter und schon habe ich einen schönen Ausblick

erst kurz nach acht Uhr und schon steht die Sonne sehr hoch

Um den ersten Cache der Serie zu suchen, muss ich die Göß überqueren und habe gerade keine Brücke. Ich schaffe es, einigermaßen trocken hinüber zu gelangen, um festzustellen, dass der Cache nur durch einen Urwald von Pflanzen zu erreichen ist. Spätestens nach dem Zustieg bin ich waschelnass. Der Weg geht aber immer auf der Forststraße und ich kann wieder trocknen. 

Eine abgestürzte Brieftaube, leider weiß ich nicht, wen man da benachrichtigen muss

schlichte Kapelle

wenige nette Häuser im Großgößgraben

durch das ständige Dosensuchen, vergeht der Weg schnell

Bei Mayr-Melnhof beim Almwirt wird umgebaut

Der große Gößgraben war rasch erledigt, weil die Aufmerksamkeit beim Suchen der Doserl war. Hier halte ich eine kurze Rast, esse etwas und mache mich dann an den Aufstieg zur Hochalm. (Zuletzt war ich im August 2019 hier bei der Überschreitung von Hochanger zur Gleinalm.)

Jetzt also gehe ich die umgekehrte Richtung und gewinne rasch an Höhe. Zuerst noch auf einem Forstweg, aber bald auf dem Wanderweg komme ich gut voran. Einige herrliche Ausblicke Richtung Präbichl tun sich auf und auch das Wetter spielt mit. 

Hier laufen der 02er und der 05er parallel

Blick nach Norden

so ein Bäumchen kann mich nicht aufhalten

kurze Trinkpause

Der Hinweis für die Cachesuche lautet: Baumstumpf ober des Weges

Blick nach Süden: Schöckel, Rannach und Konsorten

und dann ist die Hochalm in Sicht

Die Hütte ist schon bewirtschaftet, aber der Halter, der gleichzeitig für über 70 Stück Kühe verantwortlich ist, hat ein bisschen einen rauhen Charme. Immerhin bekomme ich etwas zu trinken und genieße die Aussicht, die bis nach Slowenien reicht. Nach einer guten halbe Stunde breche ich wieder auf, denn mit den Sidecaches von der Gegend und dem Powertrail ist der Weg noch weit. Zuerst gehe ich zum Hühnerfelsen, dann nördlich des Wetterkogels ein Stück des Weges, um dann nach erfolgreicher Suche wieder direkt zum Gipfel vorzustoßen. Dann geht es südlich wieder runter, um die Spur des Powertrails aufzunehmen. Weiter geht es bis zu dem Thörl, wo sich 02er und 05er wieder trennen. Diesmal folge ich dem 05er Richtung kleiner Gößgraben. 

Die Kühe sind erst gestern auf die Alm gekommen und

sie kommen von den verschiedensten Richtungen

Spruch bei der Hochalm

ich verlasse die Alm nach Westen

um den schönen Ausblick vom Hühnerfelsen zu genießen

Hier scheiden sich zwei Weitwanderwege

Mir fallen immer wieder alte Bäume auf, die entlang alter Forstwege stehen.

Bald verlasse ich aber auch den 05er, um in den steilen kleinen Gößgraben abzusteigen. Das Suchen ist jetzt schon sehr ermüdend und auch die Kilometer und Höhenmeter spüre ich in den Beinen. Aber ich finde alle Caches, die zu finden sind und erreiche den Bonus, der schön gestaltet ist. Jetzt gehe ich weiter den Gößgraben hinaus und spüre meine Beine sehr. Ich bin froh, dass ein Auto hält und ich eine Mitfahrgelegenheit bekomme. So kann ich noch am Hauptplatz ein Eis schlecken, bevor mein Zug fährt.

Es geht auf netten Wegen immer dem Bach entlang

Irgendwann wird aus dem Weg eine Straße

Auch hier wieder uralte Laubbäume

Als Geocacher habe ich mein Cachemobil zu Hause gelassen.

Hier kommen der Großgößgraben und der kleine Gößgraben zusammen.

Mich hätte noch ein Straßenhadscher von gut zwei Kilometer erwartet. 

Danke fürs Mitnehmen!

Rechtzeitig zurück für den Zug

Test bestanden. Ich bin stolz auf meine Tagesleistung!