Donnerstag, 11. August 2022

WWW 02A Zentralalpenweg

5. Tag am 13. Juli 2022 "Pinzgauer Spaziergang"

Strecke: Pinzgauer Hütte (1700m) - Hochsonnalm, Umrundung Maurer-, Gern- und Zimkogel - Klingerthörl (2059m) - Hochkogel (2249m) - Hochsaalfelderkogel (2212m) - Medalkogel (2123m) - Medalscharte (2058m) - Sonnberg (2187m) - Bärensteigkogel (2225m) - Lamperskopfbühel (2036m) - Sommertor (1964m) - Rabenkopf (2075m) - Manlitzkogel (2247m) - Mittagskogel (2091m) - Bürglhütte (1700m)


Mein Wunsch wurde erhört, das Wetter ist makellos

In der Früh bin ich schon um 5 Uhr wach, warte aber noch ein bisschen, bis ich aus den Federn springe. Die Wolken haben sich verzogen und endlich ist er da, der Blick auf den höchsten Berg Österreichs: den Großglockner

rechts das Kitzsteinhorn, Bildmitte der Großglockner

auch im Osten eine schöne Szenerie

Magisch

eine halbe Stunde später: immer noch schön

Ich kann mich gar nicht sattsehen

Wir haben heute eine weite Strecke vor uns. Die Zeitangaben schwanken zwischen 8 und 9 Stunden ohne Gipfel. Wir wollen natürlich ein paar Gipfel mitmachen. Aber bis zum Frühstück muss ich mich noch gedulden. Endlich ist auch der Hüttenwirt auf und sperrt die Haustür auf. Ich schmökere ein bisschen bei den aufliegenden Büchern und mache dann noch ein Foto von der Terasse. Das Frühstück ist im Frühstücksraum und ausreichend. Noch ein kurzer Plausch mit dem Hüttenwirt (belgischer Abstammung) und um 8.15 Uhr kommen wir los.

Nicht umsonst ist die Pinzgauerhütte ein WWW Stützpunkt

Tolle Terasse; im Winter werden die Schifahrer mit dem Skidoo zum Lift zurückgefahren

Der Panoramatrail ist eine Wander-/Radlerstrecke etwas unterhalb unseres Spazierganges

Wieder schön, allerdings verdeckt das Kitzsteinhorn schon fast den Großglockner

Relaxen auf der Alm

Um dann wieder flotten Schrittes weiterzugehen

auch das Panorama kann sich sehen lassen

Noch sieben Stunden, mal schauen, ob wir das schaffen

Beim ersten Thörl sehen wir auch schon die nördlichen Kalkalpen

während die Kühe vor den Tauern posieren

auch hier war früher Bergbaugebiet

tolles Panorama

der erste Cache des Tages, noch einmal eincremen und

Herrn Sobanski beneiden


Bis jetzt sind wir alle Berge umgangen, aber jetzt soll sich das ändern. Wir sind immer so um die 2000m unterwegs und die Gipfel liegen zwischen 2200m und 2250m. D. h. es geht jetzt immer einen Gipfel oder zwei bergauf und dann zum nächsten Thörl bzw. zur nächsten Scharte. Der Hochkogel ist gut besucht und heute unser höchster Berg.


Traumhaftes Wetter

Da geht es rauf, der Hochkogel (2249m)


Wir warten beim Thörl zusammen

den steilen Anstieg geht jede/r dann in seinem/ihrem Tempo

Wir sehen teilweise bis zum Dachstein zurück; Bildmitte "Watzmann"

Am Gipfel war viel los. Bertram fischt unauffällig den Cache unter dem Stein hervor.

wie in der Werbung: Kühe vor dem Großvenediger



Der Hochsaalbachkogel (2212m) teilweise versichert

Der Medalkogel hat kein eigenes Gipfelkreuz (2123m)

Auf der Medalscharte machen wir Mittagsrast

Es ist jetzt ungefähr 13 Uhr und wir haben gerade einmal die halbe Strecke geschafft. Immer wieder beraten wir, ob es sinnvoller wäre die Berge auszulassen, aber dann wäre halt der Weg um die Berg weiter. Also entscheiden wir uns auch für die nächsten Berge.

Nächste Gipfel Sonnberg (2197m) und Bärensteigkogel (2225m)

Etwas müde schauen wir schon alle aus

weiße Kühe auf dem Sonnberg

Der grüne Strom von Österreich wird auch exportiert und muss über die Berge

Vom Bärensteigkogel haben wir wieder eine fantastische Aussicht

Die Schafe auf dem Lamperbühel Kogel (2036m) sind Programm

Noch 3,5h bis zur Bürglhütte und es ist schon nach 15 Uhr

Ich rufe sicherheitshalber in der Hütte an und sage, dass wir erst nach 18 Uhr kommen werden. Das ist kein Problem und so mühen wir uns den letzten hohen Gipfel hinauf. Nachdem wir kurz den Weg verloren haben und quer über eine steile Wiese hinaufstapfen, erreichen wir doch den Rabenkopf (2075m), von dem es dann auf den Manlitzkogel (2247m) geht. 

Vom Manlitzkogel sehen wir schon den Gaißstein, auf den wir nicht mehr müssen.

Hannah ist unsere Pferdeflüsterin und hätte fast ein neues Haustier mitgenommen.

45min bis zur Bürglhütte ist überschaubar.

Teilweise auf Forstwegen, teilweise auf Wanderwegen geht es die letzten Meter

Kurz nach 18 Uhr erreichen wir die Hütte. Wir erhalten die Anweisung, dass wir zuerst etwas essen sollen und danach unsere Zimmer zugeteilt bekommen. Nach zwei Johann Leitung und einem Gulasch im Bauch sieht die Welt schon wieder besser aus. Weil die zweite Nasszelle gerade gebaut wird, gibt es ein bisschen einen Stau vor dem Bad. Aber Bertram und ich gehen gemeinsam (es gibt zwei Duschen) und machen uns abendfein. In der Gaststube erfahren wir von zwei älteren Damen aus Deutschland, die den Panorama Trail machen, dass sie heute vom Wirt (der in erster Linie Bauer ist) nicht so nett empfangen wurden. Sie bekamen nichts zu trinken und konnten auch die Unterkunft nicht beziehen. So harrten sie drei Stunden aus, bis die Frau des Hauses wieder da war. Sie spielen jedenfalls gerne Rätz-gi-gi mit und so wird das noch ein lustiger Abend.



Mittwoch, 10. August 2022

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 4. Tag am 12. Juli 2022

Strecke: Bruck an der Glocknerstraße (756m) -  Zellermoos - Bruckberg - Areitalm (1390m) - Glocknerhaus (1570m) - Ketting Alm (1818m) - Pinzgauerhütte (1700m)

ca. 18km bei 1274 Aufstiegshöhenmetern und 275 Abstiegshöhenmetern minimale Höhe: 708m    maximale Höhe: 1821m

Im Hintergrund die Schmittenhöhe, unsere heutige Tageschallenge

Heute wollen wir den Großglockner sehen. Aber in der Früh sind noch Wolken da, die die großen Berge einhüllen. Wir gehen über den Flughafen und das Zellermoos nach Bruckberg und dort beginnt unser Aufstieg. Zum Glück geht der Weg weitgehend im Wald.



Coole Cachelocation, aber leider DNF

Das Kitzsteinhorn hüllt sich in Wolken

Im Hintergrund der Hundstein

Es geht bergauf und wir sehen nach Kaprun

und noch einmal den Flughafen

Nach einer Kurve sehen wir den Zeller See

An der Areitbahn angekommen, geht es großteils an der Lifttrasse entlang

Running Gag: auf den Schildern steht sicher eine Stunde lang:        Schmittenhöhe 3 1/2 Stunden

Ehemalige Cachelocation etwas demoliert

Hannah nutzt unsere Suche für eine kleine Pause

Denn es ist ziemlich steil

Irgendwann ist die Areitalm doch erreicht

Was da oben alles los ist, ist unglaublich. Motorcrossfahren mit ausgeliehenem Aquipment, Kinderspielplätze, Wandern, ...

Wir jausnen, weil es hier einen schönen Tisch und eine Toilette gibt und wandern dann weiter. Endlich bei der oberen Liftstation sehen wir zum ersten Mal den Großglockner. Weiter geht es dann zum Glocknerhaus, wo der Wirt uns seine Nöte klagt wegen der Bewirtschaftung von Hütten seit Corona. Dann rät er uns noch einen Weg, auf dem wir schnell zum nächsten Speichersee kommen. 

Kletterturm mit Panorama

See von oben

Das Kitzsteinhorn schaut schon heraus

Wer liegt denn da im Gras?

Ist der Großglockner da dabei?

noch können wir es nicht genau erkennen

nach dem Glocknerhaus geht es steil bergauf

Noch ein Stück bergauf und dann eben dahin (etwas feucht)

auf der Kettingalm wird gebaut

Juhu, die Pinzgauer-Hütte ist nicht mehr weit.

Wir kommen gut bei der Hütte an und bekommen unser Zimmer zugewiesen. Wir wissen schon, dass der Hüttenwirt keinen Koch hat und es eine fixe Halbpension gibt. Heute gibt es Spaghetti und als Nachspeise eine Topfen-Frucht-Torte. Wir können duschen und setzen uns noch ein bisschen vor die Hütte, bis das Abendessen kommt. Es gibt vereinzelt Wanderer, die kommen und gehen, ansonsten ist die Hütte leer. Schade eigentlich, denn es ist ein schönes Haus und der Blick in die Tauern ist unglaublich.

Da ist schon der Kuchen angekündigt.

Ok, da sollen die Berge sein, aber bei den Wolken

Ich wünsche mir für den nächsten Tag, eine bessere Sicht.

Wir laden den Wirt ein mit uns Rätz-Gi-Gi zu spielen, aber er lehnt ab. Wir spielen selbst zwei Runden und gehen dann früh schlafen, denn die nächste Tagesetappe ist lang.