Samstag, 1. Juli 2023

Training für Graz - Monaco Teil 4

 RuDl Teil 6

Von der Koralpe bis Lannach

Strecke: Koralpenhaus - Kl. Speikkogel (2117m) - gr. Speikkogel (2140m) - Seespitz (2076m) - Hühnerstütze (1989m) - Moschkogel (1916m) - Weinebene (1668m) - Handalpe (1853m) - Weberkogel (1805m) - Wildbachsattel (1620m) - Stoffhütte (1420m) - Rehbockhütte (1373m) - Freiländeralm (1416m) - Schroggentor (1255m) - Reinischkogel (1463m) - Randlofen (1433m) - Aiblwirt (1250m) - Straußkogel (1101m) - Hahnhofhütte (1059m) -  Murihiasl - Rosenhof - Hochstraßen - Assingbergweg - Assing (480m) - Oberzirknitz - Kniezenberg (ca. 400) - Weinberg - Breitenbach - Lannach (349m)


 
Start: Koralpenhaus (7:30 Uhr am 9. Juni 2023)
Ziel: Lannach beim Final (0:30 Uhr am 10. Juni 2023)
Strecke: 56,8km
Anstieg: 1713m
Abstieg: 3301m
Min. Höhe: 349hm
Max. Höhe: 2140m


Koralpenhaus am Morgen


Nach der Publikation des neuen Caches kommen wir früh zum Frühstück und beeilen uns unsere Sachen zu packen. Es ist fast alles trocken geworden beim Kachelofen, leider meine Schuhe nicht. Die sind noch feucht. Um 7.30 Uhr brechen wir auf. Ein paar Wanderer sind schon unterwegs und wir hasten zum ersten Cache des Tages. Den finden wir gleich und weiter geht es über den großen Speik hinüber zum kleinen Speik. 





Hier sind wir die ersten und können in Ruhe suchen. Tatsächlich finden wir ein leeres Logbuch vor und gehen gemütlich zum großen Speik zurück. Wir beantworten die Fragen und machen uns auf den Weg zur Seespitze. Diese ist zwar nicht direkt auf dem Wanderweg, aber dafür liegt ein Cache drauf, bzw. sollte darauf liegen. 
Kleiner Speikkogel

FTF

Großer Speikkogel mit Radarkuppeln

Weiter geht es über die Hühnerstütze immer schön auf dem breiten Rücken. Der erste steilere Abstieg erwartet uns vor dem Moschkogel. Wir müssen ca. 130 Höhenmeter hinunter, um dann auf der anderen Seite des Sattels wieder über 100hm hinauf. Im Eifer des Gefechts verpassen wir eine Station des Multis und müssen uns Informationen vom Owner holen.
 

Neues Doserl auf der Seespitze


Und die verlorenen 150 Höhenmeter wieder hinauf auf den Moschkogel

Blau blüht der Enzian

Speichersee und Windräder der Handalpe


Die Weinebene ist erreicht, schnell weiter!

 
Der weitere Weg ist vom Schigebiet der Weinebene geprägt. Vorbei an einem Speichersee geht es die Piste hinunter. Wir legen einen kurzen Stopp beim Weinofen ein und finden den dort versteckten Cache. An der Straße ist sehr viel los und wir beeilen uns zur Pauluskapelle zu kommen, die ja für uns Weitwanderer errichtet wurde. An den Balken sind die verschiedenen Weitwanderwege Österreichs abzulesen.
 
Blick zurück, gaaanz hinten die Kuppeln vom Speikkogel

Da gibt es noch einige Wege zu wandern!

 
Wieder geht es über 100 steile Höhenmeter hinauf bis zu Handalpe. Wir treffen noch einmal unsere Wanderkollegin von der Hütte mit ihrem Hund, die ja den steirischen Landesrundwanderweg folgt. Nach einem kurzen Plausch geht es über die schöne Alm voran. Ein paar Jungkühe laufen vor uns davon. Wir überqueren ein Gatter und jetzt verläuft der Weg bergab. Wir müssen noch einmal über einen Zaun, weil ein eingezäuntes Gebiet als Schutzgebiet für Schwarzbeeren ausgewiesen ist. 
 
Steiler Anstieg zur Handalpe

Blick zurück bis zum Speikkogel


Die Mittagszeit kündigt sich durch kurze Schatten an.

Richtung Zirbitzkogel beginnen die Wolken schon zu quellen!

Die Jungkühe haben wir gut passiert.

 
Beim Wildbachsattel sehen wir einen Wegweiser zur Straßerhalt, wo wir in unserer Jugend ein oder zwei Sommer verbracht haben. Nach einem kurzen Stück bergauf geht es den Hang entlang. Wieder sind etliche Rinder auf den Weiden, aber diese sind mit dem Widerkäuen beschäftigt. Wieder im Wald beginnt es feuchter und kühler zu werden. 



Wildbachsattel

Große einsame Weiden

Wegweiser zum Bärenofen

Selbstbedienungskühlschrank


Wir kommen bei einem Wegweiser vorbei, der eine Abzweigung zum Bärenofen hat. Das werden wir sicher ein anderes Mal machen. Von der Stoffhütte ist es nicht mehr weit bis zur Rehbockhütte, die an der Hebalmstraße liegt. Wir kehren nicht ein, aber ein Stück Richtung Freiländeralm gibt es einen Selbstbedienungskühlschrank. Diesem entnehmen wir zwei Getränke, die sehr rasch verdunsten. 
 
Freiländeralm

Es geht gemütlich Richtung Schroggentor

 
Wir umgehen die Freiländeralm und es beginnt noch einmal eine schöne Forststraße Richtung Schroggentor. Hier sind wir schon auf auf 1255m, müssen aber noch einmal bis zum Reinischkogel (1463m) aufsteigen. Ich bin so müde, dass ich froh bin, dass mein Bruder navigiert. Wir haben uns den Reinischkogel als Jausenplatz ausgesucht. Wir erreichen den Kogel um 16.00 Uhr und rasten eine halbe Stunde. 
 
Hat auch schon bessere Zeiten gesehen!

Andachtsstätte

Wir kreuzen den Jakobsweg

Schon 900 Höhenmeter abgestiegen seit heute Morgen.


Einmal geht es noch hinauf zum Reinischkogel!

Bei der Kapelle rasten wir.

 
Hier trennen sich unsere Wege. Während ich weiter Richtung Norden zum Randlofen und Aiblwirt wandere, geht mein Bruder den Weg Richtung Sommereben und nimmt die neue Cacheserie mit. Wir vereinbaren, dass wir uns an der Hahnkogelhütte treffen. Ich bin noch nicht einmal beim Randlofen, da verdunkelt sich der Himmel und in kürzester Zeit bricht ein Hagel los. Zuerst probiere ich mit mit Haube und Kapuze vor den Hagelkörnern zu schützen, aber schließlich nütze ich doch einen Felsvorsprung. 
 
Getrennte Wege -

 - gleiches Schicksal

Nach dem Hagel

weiße Hagelkörner

Nachgewitterstimmung beim Randlofen

 
Es dauert nicht lange und der Hagel geht in leichtes Nieseln über und auch dieses endet. Beim Weitergehen muss ich den Lacken und Hagelkörnerflächen ausweichen. Den alten Cache beim Randlofen finde ich schnell und denke, dass ich auch den Cache beim Aiblwirt holen kann. Weit gefehlt. Dort ist es steil und das GPS-Signal sprunghaft. Also breche ich nach 10min Suche ab und beeile mir Richtung Rotes Kreuz und Hahnhofhütte zu kommen. 
 
Rund um Voitsberg, heißt es hier

Schöne Wiese

Der Weg zieht sich

Zurück in der Zivilisation



Die Schatten werden lang, es wird bald Abend

Vom Klugbauer zur

Hahnhofhütte

 
Unser Support meldet, dass es schon wartet. Ich schreite schnell aus, aber der Weg zieht sich. Mein Handy zeigt meine Position nicht mehr richtig an und ich navigiere nur anhand der Wegweiser. Ich erreiche schließlich die Hahnhofhütte 20 Minuten nach meinem Bruder. Hier bekommen wir vom Owner des RuDl-Caches ein Hopfengetränk. Die versprochenen Leberkassemmeln liegen leider auf dem Tisch im Haus des Helferleins. 
 
Das Wetter verspricht besser zu werden.

In der Dämmerung kommen auch die Rehe zum Äsen.

Der Wanderweg verläuft teilweise auf der Straße.

Nicht mehr weit zur Autobahn


Dammwild

 
Wir tauschen noch einige Punkte aus und begeben uns nach ca. 30 Minuten Pause zurück auf den Wanderweg. Die Suche nach dem richtigen Weg gestaltet sich schwierig und wir nehmen alle möglichen Forststraßen, um rasch an Höhe zu verlieren. Die Kunst dabei ist es, nicht im falschen Graben zu landen. Unser Ziel ist es, unter die Autobahn zu kommen, wo ein Wanderweg nach Assing führen soll. Die Sonne steht schon sehr tief und wird in Kürze untergehen. 
 
Wir wandern ein Stück der Weinebenstraße entlang und erreichen schließlich eine Möglichkeit, um die Autobahn zu unterqueren. Hier sind wir wieder auf einem Wanderweg und mitten im Wald gibt es einen weiteren Selbstversorgerkühlschrank, den wir nutzen, um unsere Wasservorräte aufzufüllen. Noch kommen wir ohne Stirnlampe voran, aber gerade im Wald ist es schon ziemlich düster.
 
Flüssigkeit auffüllen, Kühlschrank Nummero zwei

Noch geht es ohne Stirnlampe

...aber nicht mehr lange!

 
Zum Glück kommen wir wieder auf eine freiere Fläche. Nicht ganz da, wo wir hin wollten, aber auch nicht zu weit weg. Von dort geht es ein kleines Stück die Bundesstraße entlang und dann schlurfen wir mit schon wunden Füßen ein steiles Asphaltstück beim Assingbergweg hinunter. Wir queren die Autobahn ein zweites Mal und kommen nach Assing. Jetzt ist es schon sehr dunkel und wir wechseln uns ab, mit der Taschenlampe den Weg auszuleuchten. 
 
eine gewisse Stumpfheit stellt sich ein

wie weit ist es noch?

 
In Oberzirknitz sind noch Leute bei ihrem Haus beim Feiern. Sie lassen sich durch uns nicht stören und wir folgen dem Wanderweg. Der Fuchsbauerweg führt uns wieder auf die Landesstraße. Hier gebe ich meine Stirnlampe drauf, weil sie auf der Rückseite ein schönes rotes Licht hat, das schnell heranbrausende Autofahrer auf uns aufmerksam machen soll. 
 
Wegkreuz das X-te!

Luftlinie nur mehr drei Kilometer zum GZ.

 
Jetzt ziehen sich auch kurze Strecken, aber schließlich erreichen wir Kniezenberg. Wir lesen ein paar Daten ab und geben diese ein und können unseren letzten Wegpunkt eingeben, der in der Nähe von Weinberg liegt. Es ist jetzt kurz vor Mitternacht und nur sehr sporadisch ein Fahrzeug unterwegs. Wir trotten ohne zu sprechen vor uns hin. 
 
Nachtmarsch

Eine Bank mit Lannach-Aufstrich, es ist nicht mehr weit.

 
Beim letzten Punkt müssen wir noch die Anweisung für den Final finden. Also machen wir uns auf die Suche und lassen uns noch einen Tipp geben. Wir finden alles und geben die Finalkoordinaten ein. Zeith meint, dass ich vorausgehen und schon einmal suchen soll, aber da mein Handy nicht mehr navigieren kann, bleiben wir beisammen. 
 
Beim Final sehen wir Licht und hören Stimmen. Ich breche durchs Unterholz und kaum erreiche ich den GZ, erkenne ich den Owner und unseren treuen Support, die mit einer Flasche Sekt auf uns warten. Ich bin so ausgedörrt, dass ich zwei Gläser Sekt auf ex trinke. Erst dann kann ich den Triumph genießen, wirklich in einem Tag von der Koralpe bis nach Lannach gegangen zu sein. Das besiegle ich mit dem Logbucheintrag und im Anschluss schleppen wir uns bis zum Auto. 
 
Die für mich bisher weiteste Wanderung endet mit einer Leberkassemmel und einem Wasser auf dem Rücksitz des Autos unseres Helferteams, die uns um 0:30 Uhr nach Hause führen. Danke an meinen Bruder, der mit mir diese Strecke gewandert ist, an alle Helfer und Helferinnen und an alle, die an mich/uns geglaubt haben. 
 
Fazit: 
  • Wandermultis sind die besten Caches 
  • Ab 50 km wird es mühsam
  • Mit dem richtigen Mindset ist es möglich so weit zu wandern
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich vier Tage gebraucht habe, bis meine Füße sich von dem Abenteuer erholt haben. Schuld war in erster Linie der feuchte Schuh, aber auch der hohe Asphaltanteil vor allem auf den letzten Kilometern.
 

Donnerstag, 15. Juni 2023

Training für Graz - Monaco Teil 4

 

RuDl (Rund um Deutschlandsberg) Teil 5

Vom Sobother Stausee auf die Koralpe

Strecke: Bundesstraße 69/Urchstraße (1110m) - Gasthof Urch (1324m) - Dreieckhütte (1452m) - Kreuzbach (1094m) - Zirma-Alm (1240m) - Kramerin (1642m) - Glitzalm - Bürgerhalt - Krakaberg (2075m) - Koralpenhaus (1966m)

Länge: 28,9km in 8 1/4 Stunden

Aufstiegshöhenmeter: 1585m

Abstiegshöhenmeter: 726m

Tiefster Punkt: 1094m

Höchster Punkt: 2075m

 


Trotz der guten Vorsätze die Öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen nehmen wir das Angebot meiner Frau uns nach Eibiswald zu bringen liebend gerne an. Wenn man bedenkt, dass es Oneway 100km sind von uns zu Hause bis zum Startpunkt, kommt die Rechnung von bennichrissi, den wir später trafen schon hin, dass über 2000km Autofahrt für diesen 180km langen Wandermulti notwendig seien, wenn man ihn nicht in einem Rutsch durchgeht. 

 


Um 9.15 Uhr setzt unsere Fahrerin uns am Beginn der Urchstraße ab. Wenn da nicht ein Fahrverbot gewesen wäre, hätten wir uns sogar noch bis zum Gasthaus Urch führen lassen. So aber marschieren wir mit noch leichten Beinen die Forststraße bergan und gewinnen schnell an Höhenmetern. Es geht durch den Wald, die Sonne scheint und wir schreiten weit aus. Wir erhaschen einmal einen kurzen Blick auf den Stausee, sonst ist es zu dicht bewaldet. Vorbei an einer alten Ruine dauert es nicht mehr lange bis zur "Glashütte". 

 


Ein Spitzerl vom Stausee
Von wegen Forststraße


Hier finden wir einige Antworten für den Multi bei der Kapelle. Dass der Wegweiser Koralpe 4 Stunden für unsere Wegführung nicht gilt, wissen wir von anderen Geocachern, die den "Grenzweg" schon beschritten haben. Wir trinken und machen uns dann auf zur Dreieckhütte. Vor dieser ist noch eine nette Kapelle im Wald. Bei der Hütte gehen wir rasch vorbei und genießen den Blick in die Steiermark.


 

Von jetzt ab geht es bergab. Alle Höhenmeter, die wir bisher aufgestiegen sind, müssen wir jetzt wieder hinunter. Die Idee, beim Stausee zu queren , ist von der Strecke eventuell ein paar Meter kürzer, aber auch wesentlich abenteuerlich. Über die Staumauer kommen wir nicht, aber unter ihr gibt es eine Furt. Wir sprinten durch, allerdings nicht ohne nass zu werden. 

 

Eine große Stainzerplatte (den Geologen freut's)


Auf der Gegenseite klettern wir den Hang hinauf, bis wir wieder zu einer Forststraße kommen. Diese folgen wir, bis die richtige Forststraße steil bergan Richtung Zirmaalm führt. Bei der Alm, die sehr sauber aussieht, gibt es eine Speisekarte, die uns zum Essen einlädt. Leider ist niemand zu sehen und so machen wir eine kurze Rast bei der Kapelle. Ein schneller Riegel und viel Wasser und noch ein paar Werte ermitteln und schon geht es weiter.

Welches Gericht versteckt sich hinter dem Begriff "Bürgermeister"?


Eigentlich wollen wir uns aufteilen, weil Zeith den nächsten Cache schon hat, aber wir verpassen den Wanderweg und so bleiben wir zusammen. Vor Ort finden wir den (Ersatz?)-Cache mit nur zwei Einträgen. Wir umrunden den Schwendtfelsen. Die Mittagshitze drückt und es wird dunkler. Auch die Fliegen werden lästiger. Alles deutet auf schlechtes Wetter hin. Vorerst haben wir noch Glück und der Hagel ist schon vorbei, als wir die Schlusssteigung zur Kramerin nehmen. Wir sehen noch überall die Hagelkörner. Bei dem Unterschlupf, der auf die makabre Geschichte dreier ums Leben gekommenen Frauen hinweist, machen wir eine ausgiebige Rast. 




Während der Rast hat es zu regnen begonnen, sehr heftig sogar. Es sieht aber nicht nach Besserung aus. Also machen wir uns und unsere Rucksäcke regendicht und stapfen los. Die Wege verwandeln sich in Bachbette und nach zwanzig Minuten im Starkregen sind wir außen und innen nass. Sogar unsere Schuhe bleiben nicht trocken. Es geht ein Stück bergab zur Glitzalm und auf der gegenüberliegenden Bachseite beginnt der Weg anzusteigen, immer entlang der Hochspannungsmasten. Die Leitkühe fordern ihre Kolleginnen auf, tiefere Lagen aufzusuchen, wir aber steigen stetig bergan. In der Wolkendecke vor uns sehen wir etliche Gämsen. 


Blick ins Kärtnerland

Schließlich kommen wir zum letzten Stationspunkt, wo wir etwas ablesen müssen. Der Regen hat inzwischen aufgehört und es bläst der Wind. Zum Glück ist es nicht sehr kalt, dennoch schauen wir, dass wir weiterkommen. Der kurze Abstecher auf den Krakaberg muss sein, denn hier ist ein Challengecache versteckt, dessen Bedingungen wir beide erfüllen. Die letzten Meter geht es noch bergab. 

Die Kugeln der Goldhaube bzw. Austrokontroll kommen ins Blickfeld

Von der Cachelocation am Krakaberg gesehen


Im Koralpenhaus ist der Kachelofen eingeheizt und ich frage, ob das mit unserem Zimmer eh klappt. Leider hat der Kollege des Hüttenwirtes nicht notiert, dass wir kommen wollen. Weil aber außer uns nur eine andere Wanderin übernachtet, bekommen wir ein Fünf-Bett-Zimmer für uns alleine. Leider gibt es keine Zeitungen zum Schuheausstopfen, aber wir dürfen diese zum bzw. auf den Ofen stellen. Nach dem ersten Getränk beziehen wir die Zimmer und gehen noch einmal hinunter, um etwas Warmes zu essen. 



Nach einer Kaspresssuppe und Frankfurter und einem Hopfengetränk ist der Energiespeicher wieder gut aufgefüllt. Wir gehen  noch duschen und bald ins Bett, denn die nächste Etappe, die wir vorhaben, hat es in sich!

Abendstimmung Richtung Petzen


Freitag, 12. August 2022

WWW 02A Zentralalpenweg

6. Tag am 14. Juli 2022

Strecke: Bürglhütte (1700m) - Sinterbachscharte (2035m) - Rossbachscharte (2060m) - Rescheskogel (2182m) - Thalbach (938m) bei Mittersill

Nicht ganz 5 Stunden für ca. 10 km bei 668 Aufstiegshöhenmeter und 1427m hinunter     minimale Höhe: 948m    maximale Höhe:  2182m

Unser Unterkunft die Bürglhütte

Die Bürglhütte ist sehr schräg, gleich wenn man hineingeht sieht man eine Schank und dahinter direkt in den Kuhstall. Auch der Weg in die Lager ist mitten durch den Kuhstall. Ohne die Wirtin gäbe es nur Beschwerden, aber sie ist von früh bis spät auf der Achse, kocht hervorragend, ist diplomatisch und versucht Wünsche zu berücksichtigen. Hannah bekommt extra einen Kakao zum Frühstück. Alle Nächtigungsgäste sitzen an einem großen Tisch und tauschen sich über Wanderwege und die Hütte(n) aus. Wir finden heraus, dass der Panoramatrail in Etappen eingeteilt ist, die ungefähr unseren halben Tagesetappen entsprechen. 

Die Bar und gleich dahinter der Kuhstall

Während die Melkmaschine läuft, gibt es kein Warmwasser

Schuhraum und Weg zu den Lagern

Schöner Gastraum

Start ist heute 9 Uhr, weil wir bis 13.20 Uhr in Thalbach bei der Busstation sein müssen. Zuerst geht es ein kleines Stück des Wegs zurück, an der Gabelung gehen wir links. Wir machen gleich gut Höhenmeter, kommen bei der verfallenen Hochalm vorbei und erreichen nach einer knappen Stunde die Sinterbachscharte (2035m). Ich schaue, ob es einen Cache gibt und entdecke einen auf dem Rescheskogel, der noch dazu noch nicht viele Besucher hatte. Also haben wir einen Abschlussgipfel. Die Diritissima verwerfe ich, als ich sehe, dass es von der Rosswegscharte relativ gemütlich auf den Kogel geht. 

300 Höhenmeter zum zweiten Frühstück

heute ist es anfangs noch bewölkt

Rossbachscharte und verfallene Hochalm

Rechts der hinteren Bergzeile ist der Großglockner

Von der Sinterbachscharte könnten wir auch auf den Gaißstein

Gespenstischer Glockner

Unser letzter Gipfel dieser Tour

Von jetzt an geht es nur noch runter und das ziemlich steil. Insgesamt 1100hm, für die wir etwas über zwei Stunden brauchen dürfen. Wir sind noch nicht lange unterwegs, da kommt die Sonne heraus und brennt stark.

Schon von ganz oben sehen wir Mittersill

Zurück an der Rossbachscharte nehmen wir unsere Rucksäcke wieder auf.

und dann geht es über steile Wiesen

an Felsen und

Kühen vorbei

immer tiefer ins Tal.

Eine schöne Hütte lassen wir links liegen

Endlich ist die Waldgrenze erreicht.

An der Bundesstraße zum Pass Thurn ist unsere Bushaltestelle

Wir gehen in den Schatten unter der Bundesstraße.

Interessanter Weise ist die kürzeste Möglichkeit zu einem Bahnhof zu kommen, über den Pass Thurn nach Kitzbühel. In Kitzbühel haben wir genau 8 Minuten, um an unseren Bahnsteig zu kommen. Wir verabschieden uns von Bertram und eilen zum Zug. In Bischofshofen steigen wir aus und warten eine Stunde auf den Anschluss. Diese Zeit nützen Hannah und ich ein Abschlusseis zu essen.

Es ist ziemlich warm

Da tut ein Eis zur Abkühlung gut.