Samstag, 11. August 2018

6. August 2018

Strecke: Rifugio Mombarone - Trovinasse - Torre Daniele - Pont S. Martin


"Morgenstund hat Gold im Mund" dagt eine alte Redensart. Ich mag die Morgenstimmungen.

Nach einer ruhigen Nacht heißt es heute den Bergen Lebewohl zu sagen. Dazu steh ich noch einmal Früh auf und gehe auf den Tre Vescovi, um dort den Sonnenaufgang anzuschauen. Das Monterosa-Gebiet ist gut zu sehen und auch der Monte Mars. Nur das Matterhorn versteckt sich hinter einem mir unbekannten Berg.

Das Monte Rosa Massiv mit einem Hauch von Rosa.

Auf dem Punta Tre Vescovi treffen drei "Bundesländer" und drei Gemeinden zusammen.

Hier links das Monte Rosa und in der Mitte der Monte Mars, von dem wir gestern gekommen sind.

Und da kommt sie wieder über die dunstige Poebene herauf.

Als ich zur Hütte zurückkomme, gibt es bald Frühstück. Ich bekomme sogar einen Apfelkuchen zum Kaffee. Ohne Eile ist es ungefähr 9 Uhr, bis wir aufbrechen. Es gilt gut 2000 Höhenmeter abzusteigen.


Der Mombarone wirft einen gewaltigen Schatten ins Tal und auf die gegenüberliegenden Berge.

Es geht gleich einmal steil bergab.
Diese Almen haben keine Straßen und sind trotzdem bewirtschaftet.

Beim Blick zurück beginnen sich bereits Wolken aufzubauen.

Bei dieser Alm war ein herrlicher Brunnen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten und wir folgen vorerst dem Weg 858. Kurz vor Trovinasse kommen wir bei einem Mann vorbei, der uns einen Weg weist für die GTA. Dieser führt ein Stück aufwärts und wir kommen zu einem Wanderschild. Auf diesem ist das Posto Tappa "Belvedere" angeschrieben. Bertram stellt sein komoot ein und wir stellen fest, dass wir die GTA bergauf Richtung Rifugio Coda wandern. Also gehen wir wieder zurück. Der Mann entschuldigt sich, weil er uns in die falsche Richtung geschickt hatte.


Gleich nach dem Almengebiet hat ein lichter Birkenwald begonnen.

In dem war es wunderbar schattig zu wandern.

Bald waren wir wieder bei Straßen angelangt.

Heißt: reserviert für Eigentumswohnung. Warum das an der Kirche klebte, ist die andere Frage.
Wir kommen zur Kirche von Trovinasse, wo wir wieder zwei Möglichkeiten haben. Wir entscheiden uns den mit GTA bezeichneten Weg nach Torre Daniele zu nehmen. Der Weg ist ein toller Saumweg, der sehr steil nach unten führt. Bald ändert sich die Landschaft. Waren wir anfänglich noch auf einem Almengebiet mit Birken, so kommen wir jetzt in Buchen- und überwiegend Edelkastanienwälder.

Etliche Wege führen ins Tal

Jausenpause bei einem netten Bankerl

Weiter hinunter geht es auf einer Mulateria. Leider ist der Bach in der Nähe versiegt.

Blick auf Quincinetto

Immer wieder gibt es Ausblicke ins Tal. Zum Glück führt der Weg durch die Wälder, denn je weiter wir ins Tal kommen, desto heißer wird es. An der Talsohle sind Weingärten und der Weg führt durch die Lauben.


Gleich sind wir unten.

Es geht durch sehr stylische Lauben. Leider sind die Trauben noch nicht reif.
In Torre Daniele suchen wir die Busstation, weil wir von Pont S. Martin mit dem Zug nach Turin fahren wollen. Leider gibt es keine Tafeln mit den Abfahrtszeiten, weshalb wir in einen nahen Campingplatz gehen. Diese geben uns nicht nur Auskunft über den Bus, sondern auch ein Bier, was bei der Hitze gut gegen den Durst hilft. Bei der Bushaltestelle kommt der Bus nicht zur angegebenen Zeit. Ich schaue im Internet und sehe, dass der nächste Bus erst in zwei Stunden kommen soll. Also gehen wir auch noch das letzte Stück nach S. Martin.


Torredaniele, von dort machen wir einen Abstecher zum Campingplatz.

Hier hätte der Bus kommen sollen. Aber in den Ferien wär er erst in zwei Stunden gekommen.
Also geht es entlang der Bundesstraße.
Mitten im Zimmer ist die Nasszelle. Gleich nach dem Duschen waschen wir auch noch Kleider.

Dieses hängen wir überall auf, wo es einen Platz dafür gibt.

Die Unterkunft dort ist einfach, aber nett. Nachdem wir uns noch frisch gemacht haben, gehen wir noch in den Ort für ein paar Geocaches und um etwas zu essen. Die Stadt ist sehr geschichtsträchtig mit einer alten Römerbrücke. Außerdem befinden wir uns im zweisprachigen Aostatal (italienisch und französisch). In einer Eisdiele bekommen wir herrliches Eis.


Die alte Brücke...

Diese Eisdiele ist nur zu empfehlen.

Beim ersten Anlauf sind Muggel unterwegs und wir finden den Friedhofscache nicht.

Aber er gibt noch einen coolen bei der Burg.

Wir mussten bis zur Mauer hinaufklettern.

Von dort gab es eine herrliche Aussicht.

Das Aosta-Tal

Beim Rückweg fanden wir den Cache dann doch noch.

 Nach dem Cachen finden wir eine tolle Osteria. So klingt die Bergtour richtig gut aus.





Antipasta: Schinken mit Maroni in Honig, ein Gedicht.



Etwas müde nach 2000hm im Abstieg und noch einigen Metern beim Cachen.


1 Kommentar:

  1. Sehr schöner Beitrag der mich direkt an unsere Zeit in einem Wanderhotel in Südtirol erinnert hat... Da muss ich wohl auch mal wieder hin :)Ein schöner Blog!

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