Mittwoch, 24. Januar 2018

Unverhofft kommt oft

Reservist des Österreichischen Bundesheeres


Einer meiner - aus heutiger Sicht - Jugendfehler war, ein Jahr freiwillig zu machen. D. h. ich habe mich mit 19 Jahren zum Offizier der Reserve des BHs ausbilden lassen. Im Rahmen dieser Ausbildung habe ich mich für über 100 Tage verpflichtet, die ich bei Übungen ableisten soll. Wenn man berechnet, dass jede Übung ungefähr eine Woche dauert, kann man sehen, dass ich ziemlich lange diesem Verein angehören werde.
Zum Glück ist mit 50 Jahren der Spuk vorbei, aber bis dahin rinnt noch viel Wasser die Mur hinunter.

Weil mir (in Kooperation mit meiner Chefin) es jetzt schon zwei Mal gelungen ist, eine Übung abzusagen, war ich auch für die diesjährig angekündigte Übung zuversichtlich.
Leider war der Vorgesetzte diesmal nicht so leicht zufrieden zu stellen und bot mir zwei Alternativtermine an. Diese waren direkt während der Arbeitszeit und so beschloss ich die "normale" Übung in der dritten Juliwoche zu absolvieren.

Was heißt das für mein Sommerprojekt?

Mit einer Woche Ausbildung und einer Woche Bundesheer habe ich schon zwei Juliwochen verbraucht. Somit ist der Start für den 22. Juli 2018 angesetzt.
Bei ca. drei Wochen bis Susa und ebensolange von Susa bis Monaco wäre ich erst im September am Mittelmeer. Das ist mir zu stressig. Daher gibt es dieses Jahr nur die Hälfte der großen Etappe, das ist irgendwo rund um Susa.

Vorteil und Nachteil

Der Vorteil ist
..., dass ich mich nicht hetzen muss
..., dass ich finanziell nicht mehr stemmen muss, als bei den letzten Wanderungen
..., dass ich mich noch ein Jahr mit dem Abenteuer "Graz - Monaco" beschäftigen darf
..., dass ich rund um Turin einige Möglichkeiten haben, die Tour individuell zu unterbrechen

Der Nachteil ist
..., dass ich das Projekt noch nicht abschließen kann
..., dass ich noch einmal An- und Abreise habe
..., dass ich wieder keine Wanderung mache, die mehr als vier Wochen dauert.

Was mich freut

Ich habe für dieses Jahr schon zwei Mitwanderer auf meiner Seite, die mich für jeweils ungefähr eine Woche begleiten werden. Mein Neffe, der schon im letzten Jahr mit von der Partie war und ein Ausbildungskollege, der sich für den Piemont interessiert. Ich werde jetzt meine Planungen noch mit dem Datum versehen, damit auch weitere Mitstreiter dazu kommen können.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Planung Phase 3 - 18./19. Tag

Halbzeit - Pausetag in Susa


18. Tag (12. 8.)

Ich hoffe, dass es klappt mit dem Biwak auf dem Gipfel, weil der Sonnenaufgang einfach toll sein muss. Dann geht es vom Rocciamelone (3538m) über das Rifugio Ca d'Asti (2854m), dem Rifugio Riposa (2205m) und über das Rifugio il Truc (1706m) bis nach Susa (ca. 500m) über 3000 Höhenmeter ins Tal. Hier werde ich einen Pausetag einlegen. (Wenn meine Knie beleidigt sind gibt es ja alle 600 Höhenmeter ein Rifugio, wo ich übernachten könnte.)

Halbzeit!


19. Tag (13. 8.)


Pausentag von Susa geht es heute am Nachmittag nur bis Susa Meana, wo neben dem Bahnhof ein Posto Tappa eingerichtet ist.
Da kann man erst erkennen, wie weit die heurige Wanderung ist. Obwohl ich etliche Doppeletappen gewandert sein werde, bin ich erst bei der Hälfte, obwohl fast drei Wochen um sind!

Planung Phase 3 - 16./17. Tag

Rund um und auf den höchsten Pilgerberg Europas


16. Tag (10. 8.)


Heute geht es vom Biwak los, noch ein Stück bis zum Passo Paschiet (2435m) und dann hinunter bis Usseglio (1265m) und das Sturatal hinein bis zum Rifugio Vulpot (1815m) -> siehe Anschlusskarte. Hier ist für heute Schluss, um den nächsten Tag ausgeruht zu beginnen.

Von dort, wo das rosa Pickerl ist, ist es nicht mehr weit zum Rifugio Vulpot!


17. Tag (11. 8.)


Vom Rifugio Vulpot geht es an diesem Tag früh los, denn ich möchte nach dem Colle Croce di Ferro (2558m) und dem Passo di Capra (2456m) zum Rifugio Ca d'Asti (2854m). Wenn es die Zeit und vor allem das Wetter erlauben, werde ich noch bis zum Gipfel vom Rocciamelone (3538m) weitergehen, weil es dort ein Biwak gibt. Bei Schlechtwetter werde ich im Rifugio nächtigen.

Rechts oben das Sturatal mit dem Rifugio Vulpot und ab auf den Berg ;-)

Von der Entfernung Schutzhütte Ca d'Asti zum Gipfel erinnert mich die Tour an die Hochfeilertour bei Phase 1.


Dienstag, 26. Dezember 2017

Planung Phase 3 - 14./15. Tag

Erster Blick auf den Rocchiamelone


14. Tag (8. 8.)


Heute geht es von Noasca oder Ceresole Reale über den Colle di Crocetta (2641m) und wieder hinunter nach Pialpetta (1054m). Hier soll die Unterkunft nicht so toll sein. Vielleicht nehme ich noch ein Stück vom Gegenhang, um mir einen Zeltplatz zu suchen (Eventuell bei den Laghi di Trione 2164m).


Typische GTA Etappe: rauf und wieder runter



15. Tag (9. 8.)


Von Pialpetta oder Zeltplatz geht es hinauf bis zum Colle di Trione (2485m) und auf der anderen Seite hinunter bis Balme (1500m). Von hier möchte ich noch auf der anderen Talseite den Anstieg bis zum Biwak Gino Gandolfo (2301m) machen. Bei zu großer Müdigkeit ist Balme auch eine Option.

Das Biwak klingt voll ok.


Planung Phase 3 - 12./13. Tag

Diesmal: einmal kurz und einmal lang


12. Tag (6. 8.)


Von Piamprato (1550m) geht es zuerst auf Asphalt dahin bis Ronco und dann weiter über den Colle Crest (2040m) (von der anderen Seite beschrieben) und hinunter zum Kloster: "Santuario di Prasconda" (ca. 1300m). Sollte ein eher gemütlicher Tag werden und im Kloster soll das Essen wieder fein sein.

Vielleicht versuche ich den "neuen" Weg (strichliert)


13. Tag (7. 8.)


Heute möchte ich eine Doppeletappe bestreiten. Vom Santuario di Prasconda wandere ich über 2190m hinauf, ein Stück hinunter an einem Stausee vorbei und wieder hinunter bis San Lorenzo (1045m). Hier wär eine reguläre Etappe aus. Aber weltraumaeffchen hat es vorgemacht, dass ich an dem Tag noch weitergehen kann. Also geht es noch einmal 600 Höhenmeter hinauf, um dann auf der anderen Seite bis auf 900m hinunter zu kommen. Weiter geht es bis Noasca (1058m), wo eine Möglichkeit wäre zu übernachten oder aber weiter bis zum Lago di Ceresole (ca. 1580m).

Des wird a broader Weg

Bin neugierig, wie lang meine Kondi hält.


Planung Phase 3 - 10./11. Tag

Mit Siebenmeilenstiefeln unterwegs


10. Tag (4. 8.)


Heute geht es in aller Früh los vom Zeltplatz Bombarone (ca. 300m) nach Quincinetto (ca 295m) auf die andere Flussseite der Dora Baltea. Von dort wird es richtig steil. Natürlich möchte ich auch in die aufgelassene Quarzmine schauen und weiter gehen bis zum Agriturismo le Capanne (1400m).


Vom Campingplatz (roter Kreis) nach Quincinetto und bis zum Agriturismo

Beim Agriturismo endet normalerweise die GTA Etappe, aber ich möchte hier eine Etappe dranhängen, also geht es für mich weiter bis zum Colle di Pian Spergiurati (2036m) und ins Chiusellatal bis nach Fondo (1074m).

Vom Agriturismo auf den Pass und wieder hinunter ins Chiusella Tal.

11. Tag (5. 8.)


Heute soll mein Tag einmal nicht ganz so anstrengend sein, weshalb ich von Fondo zum Talschluss gehe und dort über den Bocchetta delle Oche (2415m) in Campiglia Tal absteige. Der Ort, wo ich hier übernachten will heißt Piamprato und liegt auf 1550 Meter Seehöhe.

Im oberen rechten Eck komme ich vom Bocchetta delle Oche nach Piampratto.

Planung Phase 3 - 8./9. Tag

Die versuchte Gratwanderung


8. Tag (2. 8. 2018)

An diesem Tag möchte ich etwas probieren, wobei ich noch nicht weiß, ob ich hier erfolgreich sein werde. Vom Rifugio Antonio Rivetti startend werde ich die GTA nach Südwesten verlassen und nicht auf beschaulichen Pilgerpfaden gen Oropa wandern, sondern versuchen eine Gratwanderung zu unternehmen, bei der ich im Endeffekt oberhalb Oropas herauskomme.


Heute weicht die Route von der GTA ab.


Ich habe mir schon einige Berichte angesehen und bin der Meinung, dass das durchaus eine herausfordernde Strecke sein wird, aber ich bin aus einem zähen Holz und weiß, dass ich es schaffe.

Die Voraussetzung dafür ist, dass das Wetter mitspielt. Bei Sturm und Regen ist diese Strecke sicher nicht zu empfehlen. Als Lektüre bietet sich dieser Bericht an, der über den Lago della Vecchia über den Colle bis zum Punta della Vecchia geht, weiter über den Monte Cresto (mit 2546m der dritthöchste in der Gegend) bis ungefähr zur Hälfte meiner Strecke zum Colle del Lupo. Ich aber werde weiter über den Monte Pietra Bianca (2490m), dem Punto Gragliasca und dem Colle Gragliasca weiter zum Punto Lei Long (2326m) und in weiterer Folge noch bis zum Colle della Barma gehen. Von dort die Lifttrasse hinunter und entweder beim Rifugio Savoia nächtigen (sofern geöffnet) oder aber - wieder der GTA folgend - noch bis zum Rifugio Coda weitergehen.


Eine wahre Gratwanderung

Meine Überlegungen zu dieser Strecke sind sehr unterschiedlich:
  • Ein Beweggrund ist sicher, dass ich die Bergeinsamkeit suche und dort, wo ich wandern möchte, sicher nicht viele Menschen treffen werde. 
  • Die weitere Überlegung ist, dass es dort Übergänge gibt, die auch von den Walsern genutzt wurden und wo es Felsritzbilder gibt, die ich mir anschauen möchte.
  • Und natürlich als alter Bergfex ist es mir wichtig, einige Gipfel mitzunehmen und das würde auf dieser Gratwanderung passieren.
  • Wenn ich bis zum Rifugio Coda komme, hätte ich außerdem einen ganzen Tag abgekürzt und das ist für mein knappes Budget gut.
 

9. Tag (3. 8.)


Vom Rifugio Coda (2280m) will ich heute über den Colle della Lace (2120m) zum Rifigio Mombarone (2300m) und dann abwärts beim Agriturismo Belvedere (1453m) vorbei bis nach Torredaniele (witzige Statistik) zum Campingplatz Mombarone (ca. 300m).

Start vom Rifugio Coda

Vielleicht geh ich auch die direktere Strecke, mal schauen.

Am Nachmittag will ich dann noch eine Runde Einkaufen gehen oder vielleicht schon Quincinetto anschauen.