Montag, 7. August 2017

5. August 2017

2. Teil 22. Tag

Strecke: Bellinzona - Magadino am Lago Maggiore
Rückweg: mit Zug bzw. Bus nach Bellinzona und von dort weiter nach Zürich, EN Zürich - Graz
Der Frühstückstisch biegt sich...

Wir haben 6.30 Uhr zum Frühstück vereinbart. Der Kiosk im Campingplatz hat noch nicht offen und ich kaufe ein paar Croisants und ein Brot bei der nahen Tankstelle.
Nach einem ausgiebigen Frühstück (wieder DANKE!) mache ich mich auf den Weg. Heute steht mein letzter Wandertag für dieses Jahr an. Trotz anfänglicher Selbstüberschätzung und dem Verlieren von zwei Tagen bereits in Südtirol schaffe ich es bis zum Lago Maggiore.
Beim Frühstück plaudern wir noch über diesen T5 Cache, den Ania beim ersten Anlauf nicht schaffte und ich meinte, wir könnten uns ja noch einmal dort treffen.
Auf dem Weg zum Bahnhof

Aber zuerst einmal gehe ich zum Bahnhof und gebe meinen Rucksack in ein Schließfach. Nur mit kleinem Rucksack (Jause und Trinken) fliege ich fast bis zum Fluss.
Teilweise gibt es echt nette Grafittis

Moderne Rad- und Fußgängerbrücke
Diesen überquere ich auf der Radbrücke, wo ich gestern fast verzweifelt bin und bin nach knapp 90 Minuten bei der Eiche. Von Ania, Tom und den Hunden ist nichts zu sehen. Deshalb sehe ich mir den Kletterbaum einmal näher an. Da ich meinen ersten T5 auch bei einer (steirischen) Eiche ohne Hilfsmittel geschafft hatte, war ich sehr zuversichtlich. Tatsächlich erreiche den untersten Ast komme auch so immer weiter. Bei der Dose habe ich dann Gewissheit: Weltraumäffchen war noch nicht da.
Achtung: Spoiler!

Diese Eiche ist auch ein mächtiger Baum
Weiter geht es über eine andere Brücke zurück und dann fast schnurgerade auf einem Erdwall Richtung Magadino. Es ist sehr heiß in der Ebene, aber mit leichtem Gepäck und ohne Höhenmeter geht es rasch dahin.
Auf dem Wall geht es Kilometer lang dahin.

Zusammengerechnete Wanderzeit von Bellinzona nach Magadino: 4h 40
Es gibt hier einige Reithöfe und vom nahen Flugplatz starten und landen immer wieder Flugzeuge. Am Schluss gibt es schon etliche Teiche und dann bin ich in Magadino.
Einige Reiterhöfe liegen auch am Weg.

Ursprünglich wollte ich ja nach Locarno, aber das wäre wesentlich weiter gewesen und der See ist der Gleiche. Am Strand suche ich mir eine ruhige Bank und betrachte das weite Wasser.
Dann springe ich auch noch in den See. So habe ich mir das vorgestellt.
Magadino

auf der anderen Seite ist Locarno

Der Strand spricht mich sofort an und ...
...und ich springe in den See.


Zum Abschluss meiner Wanderung suche ich mir noch einen erhöhten Platz, von wo ich den See schön fotografieren kann.
Origineller Zaun


Mein Rückweg sollte von Magadino mit dem Zug erfolgen, aber der Bahnhof ist im Moment praktisch nicht existent. Sowohl das Gebäude, als auch die Gleiskörper werden renoviert.
Da fährt heute kein Zug!

Doch der Schienenersatzverkehr kommt in der nächsten halben Stunde. Diese nutze ich dazu mir schon einmal die Fährenpläne für nächstes Jahr anzuschauen und auch die Autos, die da herumflitzen. Lauter Porsche, Ferrari und andere "wichtigen" Fahrzeuge.
Sehr seltsam wieder in der Zivilisation zu sein. Ganz ohne Verbrennungsmotor bin ich gut 600km in 22 Tagen gegangen und mir war keine Minute langweilig. Vor allem ist mir an diesen Fahrzeugen der Lärm und der Gestank aufgefallen. Das ist mir keine Minute abgegangen.
Anlegestelle für die Fähre

Es hat heute wieder über 35° C und ich bin froh, dass der Bus kommt. Erst der dritte ist der richtige und bringt mich zum Bahnhof, von dem Züge fahren. Kurz nach drei Uhr komme ich in Bellinzona an. Dort kommt es mir noch heißer vor. Also beschließe ich diverse Caches zu lassen und mit dem nächstbesten Zug nach Zürich zu fahren.
Ich hole meinen großen Rucksack und setzte mich in den IC nach Zürich. Am Anfang bewundere ich noch die Strecke, die ich gegangen bin, aber nach dem Pizz Claro war ich ja anderswo unterwegs.
Als wir in den langen Tunnel einfahren, werde ich sehr müde und wache erst wieder kurz vor Zürich auf. Scheinbar braucht meine Seele, um so eine lange Distanz zu überwinden.
Beim Essen in der Bahnhofshalle kann meine Seele nachkommen ;-)

Auch das Museum in Zürich wird gerade renoviert.

Essen hält bekanntlich Leib und Seele zusammen und deshalb gehe ich in Zürich noch etwas essen. Danach geht es wirklich besser. Nach ein paar Caches gehe ich auf den Bahnsteig und warte auf meinen EN. Ich habe noch genug Zeit meine Aufzeichnungen zu Ende zu bringen und bin dann auch gleich in der Nähe meines Wagons.
Tschüss bis zu Phase 3

Kommentare:

  1. Gratulation & danke für die Berichterstattung!

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    1. Lieber Martin, danke für dein Mitlesen und Kommentieren. Es ist gut, wenn man erfahrene Kollegen an seiner Seite weiß.
      P. S. Berichterstattung: die einzelnen Tage werden noch etwas ausformuliert werden ab nächster Woche.

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    2. Glückwunsch, Volker !
      Und für nächstes Jahr vielleicht nicht ganz so sportlich planen ;-)

      Schöne Grüße aus den Tuxern,
      K2.

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  2. Nächstes Jahr gibt es ja wieder eine Warmlaufetappe, da werd ich nicht gleich am Anfang schwächeln. Außerdem hoffe ich, nächstes Jahr öfter in Begleitung gehen zu können.
    Lg Volker

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  3. Gratuliere zum Abschluss von Phase II und ich beneide Dich jetzt schon um Phase III.

    Ich habe noch ein paar Löcher im Bloglesen, aber jetzt dann genug Zeit um das nachzuholen :-)

    Wr schön Dich auch persönlich kennen zu lernen und ich hoffe wir sehen uns im September!

    Liebe Grüße, Ania.

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    1. Hallo Ania,
      Auch mich hat es gefreut dich/euch kennenzulernen. Werde schauen, ob und wie es sich ausgeht, zur Party zu kommen.

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