Samstag, 11. September 2021

WWW 02 Zentralalpenweg

 

2. Tag am 25. 8. 2021

Strecke: Ignaz-Mattishütte (1.986m)- Akar Scharte (2.315m) - Steirische Kalkspitze (2.459m) - Akar Scharte (2.315m) - Lungauer Kalkspitze (2.471m) - Akar Scharte (2.315m) - Oberhüttensee (1.866m) - Seekarscharte (2.022m) - Obertauern (1.739m)

Da die Strecke für heute nur 5 1/2h angeschrieben ist, beschließen wir gemütlich zu starten. Außerdem beschließen wir, je nachdem wie es mir geht, eine der Kalkspitzen zu besteigen. Beim Frühstück gab es eine Überraschung. Ein anderer Gast hat uns gestern fotografiert, als wir durch den See wateten.


Das Wetter ist heute wesentlich besser als gestern, ein paar Wolken ziehen noch herum, aber die lösen sich im Laufe des Tages auf.


Heute liegen die Giglachseen herrlich in der Morgensonne und wir gewinnen rasch an Höhe.


Hier in den höheren Lagen grasen Schafe. Das Gestein ändert sich auffällig. Es herrschen nicht mehr die dunklen Farben vor, der Fels wird immer heller.


Noch liegt die Steirische Kalkspitze im Nebel, aber bald ist die Akarscharte erreicht. Von hier ist es auf beide Kalkspitzen gleich weit. Wir wollen auf die Steirische und eventuell eine Überschreitung zum Oberhüttensee, aber dann beschließen wir die Rucksäcke bei der Scharte zu lassen und den Normalweg zu gehen.


Wir brauchen nicht einmal die halbe Stunde, ohne Rucksäcke fliegen wir förmlich hinauf.


Auf dem Gipfel ist es luftig, gibt es natürlich einen Cache und ich schreibe uns alle ins Gipfelbuch.



Der Blick zum Giglachsee zeigt die Forststraße zur Ursprungalm, wo wir gestern heraufgekommen sind.


Schon beim Aufstieg haben wir einige Höhlenforscher getroffen, die beim Abstieg bereits einen Haken am Höhlenrand einzementiert haben, um sich abseilen zu können.

Wieder bei der Scharte beschließen wir auch die Lungauer Kalkspitze mitzunehmen.

Da sind schon mehr Menschen unterwegs, aber wir erreichen unbeschadet das Gipfelkreuz. Auch den Salzburger Cache finden wir und nach dem Eintrag ins Gipfelbuch geht es wieder hinunter zur Scharte.



Kalk bleibt das Gestein der Berge und in einem Bachbett sieht es so aus, als läge noch Schnee, aber das ist feiner weißer Schotter.


Beim Oberhüttensee sind so viele Leute, dass wir den Umweg zur Oberhütte nicht machen und sofort Richtung Seekarscharte weiterwandern.


Im Rückblick sind noch einmal gut die Steirische Kalkspitze (links) und die Lungauer Kalkspitze (rechts) zu erkennen.


Und immer wieder schöne Blumen, die gerne beim Kalk wachsen.

Als wir auf den Pass kommen, können wir die Berge der nächsten Tage ausmachen. Auf dem Moosermandl wäre noch ein FTF zu machen, aber erstens ist das auf einer langen Etappe und zweitens ist für die nächsten Tage wieder schlechteres Wetter (Kaltfront) angesagt.

Schigebiete im Sommer sind immer wieder gruselig, aber immerhin ist unser Ziel schon zu erkennen.


In Obertauern ist tote Hose, obwohl es erst kurz nach 15.00 Uhr ist. Der Spar, wo Bertram sich Handschuhe für den zu erwartenden Schnee kaufen will, ist nur von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Also checken wir im DAV Obertauern ein.

Dieses Alpenvereinshaus ist eine echte Überraschung. Die erste Frage ist gleich, ob sie die Sauna für uns vorheizen soll. Bertram und ich gönnen uns zwei Durchgänge. Hannah schläft im Zimmer. Als wir geduscht und fein gemacht sind, gehen wir zum Abendessen. Hier wird uns ein dreigängiges Menü serviert. Nach diesem spielen wir wieder Rätzgigi und ich als Gewinner zahle Bertram ein Bier.

(Fazit für Post-Covid. Die beiden Gipfel waren gut machbar, ab dem Oberhüttensee musste ich langsam ohne Pause die letzte Steigung machen und auf der Scharte eine lange Pause einlegen, wo ich mich mit Müsliriegel wieder aktivierte. Die Sauna war sicher eine gute Sache, denn am nächsten Tag hatte ich nicht einmal Muskelkater.)


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