Samstag, 29. Juli 2017

28. 7. 2017

2. Teil 14. Tag

Lago di Malghera in der Früh
Strecke:
Biwak beim Lago di Malghera - Passo di Malghera - Poschiavo - Passo di Cancian - Rifugio Ca Runcasch
Morgenstund hat lange Beine (und ich bin noch ein bisschen kopflos ;-))

Schon sehr früh war ich munter und wunderbar ausgeruht, die Morgenstimmung am See herrlich und so war ich schon um 7.30 Uhr an der Schweizer Grenze. Ich erwartete Poschiavo unter mir zu sehen, aber die Täler hier sind enger und die Berge höher als im Ennstal.
Der Pass hat gleich zwei Namen. In der Schweiz heißt er Forcola di Sassiglion.
Schon etliche Höhenmeter später erblicke ich den Poschiavo-See.
Jedes Haus sauber und immer gut aufgeräumt.
Da unten liegt das Städtchen Puschlav.

Es kamen mir immer wieder Wanderer und Radfahrer entgegen, die Wege waren gut beschildert, aber hinunter ging eine lange Forststraße. Das hatte den Vorteil, dass ich schon um 10.00 in Poschiavo war, wo ich meine Vorräte auffüllen musste. Zuerst suchte ich in der Altstadt nach einem Laden, aber erst in der Nähe des Bahnhofs konnte ich ein kleines Geschäft finden. Da gab ich viel Geld für wenige Sachen aus.
Ich habe ganze drei Kirchen gezählt.

Schöne Schnitzarbeiten!


Dann ging es wieder beständig hinauf. Anfangs machte ich einen kleinen Umweg für einen Cache, doch dieser rächte sich mit etlichen Forststraßenkilometern zusätzlich.  Die Wanderung in höheren Lagen war dann ganz nach meinem Sinn. Zuerst noch im Wald, später auf einer Almfläche ging es den Pass hinauf. Um 16.30 Uhr war dieser erreicht. Ich unterhielt mich mit ein paar Schweizern und die Frau des Paares hatte gleich Lust, mit mir mitzugehen.
Ein großer Ameisenhaufen am Weg.

Der Pass in der Bildmitte war mein heutiger Morgenauftakt.

Die Wege wechseln ab.

Die letzte Alm vor dem Pass, bzw. den Pässen.

Noch bin ich in der Schweiz, aber der nächste Pass ist schon wieder in Italien.

Ich watete durch den Gletscherbach und erkannte erst im Rückblick, wo die Brücke über selbigen gewesen wäre. Um 17.00 Uhr stand ich auf dem 100m höheren italienischen Pass. Jetzt war ich schon recht müde und wollte nur noch hinunter. Bis zum Rifugio Zoia schaffte ich es nicht mehr. Ich kehrte kurz vor sechs Uhr abends in das Rifugio Ca Runcasch ein. Das war ein bisschen gruselig, weil ich scheinbar der einzige Gast war. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis war fraglich, nachdem ich gestern so herrlich gespeist hatte.
Der überquerte Gletscherbach

Passo di Campagnero

Die Alm ist wirklich riesig.

Immerhin gab es Halbpension, wobei sie nicht so früh aufstehen wollten und das Frühstück im Extrazimmer richteten. Außerdem hatte ich ein Vierbettzimmer mit Dusche und WC für mich alleine, was auch nicht das Schlechteste war. Hier konnte ich auch wieder einmal meine Kleidung waschen und mein Handy voll aufladen.

Kommentare:

  1. Der Berninablick war sensationell, genauso wie deine täglichen Gehdistanzen.

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    1. Danke, zu Hause werd ich eh noch mehr Fotos einarbeiten.

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