Dienstag, 27. September 2016

Die große Wanderung (Fazit)

Nach dem achtstündigen Marsch in nassen Schuhen sahen meine Füße so aus.

1.) Nach der Wanderung ist vor der Wanderung: nächstes Jahr geht es definitiv weiter.

2.) Thema: "Wehwehchen"

Oft sieht man auf den Weitwanderforen herrliche Landschaftsaufnahmen und liest über die tollen Leistungen, aber selten gibt es auch etwas über Blasen, Muskelkater und Co zu hören.
Ich möchte meine Beschwerden und wie ich damit umgegangen bin, hier kurz anführen, damit jede/r sehen kann wie es war.

ad Blasen:
meine Schuhe waren relativ neu und ich hatte die ersten drei Tage Blasen zwischen Zehen und Zehenballen. Die Blasenpflaster haben nicht gut gehalten und die Symptome teilweise verschlimmert.
Geholfen hat der Regen: am vierten Tag wanderte ich acht Stunden im Regen und wurde bis auf die Knochen nass. Da haben meine Schuhe und meine Füße Freundschaft miteinander geschlossen. Seitdem war keine einzige Blase mehr. (Die Füße habe ich mit Hirschtalg behandelt.)
ad Reibstellen auf den Schultern: 
bei meiner Vorbereitungswanderung durch das Vulkanland habe ich rote Stellen und Bläschen auf den Schultern bekommen. Damit das bei der großen Wanderung nicht passiert habe ich meine Schultern im Vorfeld mit Hirschtalg behandelt und dann die ersten zwei Tage mit Fenistil Hydrocord Creme behandelt. Auch hier hatte ich die ganze Wanderung hindurch keine Probleme mehr. Diese Salbe hat auch gut bei Insektenstichen geholfen.
ad Muskelkater:
der war gerade in den ersten Tagen sehr ausgeprägt und am Abend bin ich herumgegangen wie der erste Mensch. Im Laufe der Wanderung (etwa ab dem fünften, sechsten Tag) hat sich der Körper aber an die Anstrengung gewöhnt. Später habe ich nicht einmal sagen können, ob ich den schweren Rucksack oben habe oder nicht.
ad Kniebeschwerden:
Früher hatte ich beim Bergabgehen immer extreme Kniebeschwerden (vor allem die Seitenbänder). Durch meine kleinen Trainingswanderungen seit Jänner waren die Beschwerden nur bei sehr langen Bergabstrecken zu spüren. Da half dann aber die Traumeelsalbe, die ich mithatte.
ad Druckstellen:
Auch die Bergschuhe drückten am Anfang (zumindest der rechte). Da verkrampften sich dann auch die Muskeln. Durch eine lockerere Schnürung des Schuhs, das Einnehmen von Arnica-Kugerl und das Schmieren von Traumeel konnte ich aber auch das in den Griff bekommen.
ad mentale Schieflagen:
auch das kam vor: das Gefühl nicht mehr weiter zu können oder wollen. Da musste ich meine Tagesziele lockerer gestalten und es mir gestatten einfach nur so weit zu gehen, wie mich meine Füße freiwillig tragen.
ad Erschöpfung:
durch meine oft über 10 Stunden Marschleistungen war ich am Abend oft so erschöpft, dass ich Muskelzucken bekam. Hier half warmes Essen, viel trinken und früh schlafen gehen. Aber auch in Gesellschaft sitzen und sich austauschen war hilfreich.

3.) Um im Training zu bleiben, werde ich auch weiterhin kleine Wanderungen in der näheren Umgebung machen und hier posten.

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