Sonntag, 4. September 2016

Die große Wanderung (Tag 6)

Gestern noch das Abendrot, heute schon die Morgenröte (aus dem Zimmerfenster fotografiert)

Strecke: Gh Riepl - Eisenkappler Hütte (ca. 29km)

Ich habe für sieben Uhr das Frühstück bestellt und der Chef kommt trotz Konzert pünktlich, um mir das Frühstück zu richten. So kann ich schon kurz vor acht Uhr zu meinen ersten Zielen aufbrechen. Die beiden Gipfel Topitza und Oistra liegen quasi am Weg ins Tal. (Die Strecke über die Berge ist mir lieber, weil ich da kaum Straßen habe.
Die Gefahren in Kärnten sind nicht zu unterschätzen ;-)

Der Blick zurück zur Petzen

herrliche Wiesenwege

nach nicht einmal einer Stunde mein erster Gipfel

der Blick nach vorne zeigt den Hochobir

und zurück noch einmal den Feistritzer Spitz

Bis Bad Eisenkappel sind es gut 700hm abwärts, aber mit dem Blick auf die Steiner Alpen ist es ein Vergnügen hier zu gehen
im Tal hält sich noch der Hochnebel

bald taucht vor mir die Oistra auf (1577hm)

von dort sehe ich noch einmal zurück

Um 10 Uhr lösen sich die Wolken schon auf und geben den Blick auf die Seenlandschaft frei

Klagenfurt ist unter dem Dunst noch nicht zu erkennen

Dafür sind der Hochobir und auch die Koschuta deutlich auszumachen

hier als Panorama
Von der Oistra sind es gut 1000hm bis Bad Eisenkappel, diese bringe ich über schöne Wald- und Wiesenwege hinter mich. Besonders das kleine Häuschen mitten in der Wiese hat mir gut gefallen. Es ist zu mieten, wie ich von den derzeitigen Feriengästen erfahre, die ich im Wald treffe.
Ein kleines Häuschen mit allem was dazu gehört.

Ich nähere mich langsam Bad Eisenkappel, erkennbar an den ersten abgemähten Wiesen
Besonders idyllisch empfand ich diesen Weg auf dem Grat
Die Wiesen sind eine Pracht
Beim Bauernhof Teutschmann komme ich wieder auf eine Straße

...die mich bald nach Bad Eisenkappel führt

Eisenkappel hat gleich zwei Kirchen
Ich gehe ins Ortszentrum, einerseits um meine Vorräte aufzufüllen und auch Geld abzuheben (die Warnung des Paten nicht nach Ferlach zu gehen, sitzt tief).
Außerdem finde ich ein schönes Platzerl zum Jausnen.
Das ist die andere Kirche.

Jausenzeit. Direkt neben dem Bankerl kommen die Busse von den Obirhöhlen an, da tummeln sich dann viele Touristen.

Nach der Jause folge ich ein Stück der Vellach.


Über die Brücke geht es bald auf den herrlichen Pruggersteig
Ich habe den Weg für mich ganz allein und treffe keinen anderen Wanderer

Der Weg geht wieder einen Grat entlang

...trifft auf eine Forststraße, von der ich einen schönen Blick auf meine letzten Ziele habe.


Zwischendurch gibt es ein paar Himbeeren zu naschen

und einen kühlen Schluck aus der Agnesquelle
Immer höher komme ich

vorbei an lichten Lärchenbeständen

und Marterln die an Waldunglücke erinnern

bis ich wieder auf 1553hm bei der Eisenkapplerhütte bin

Weil es gerade einmal 15.30 Uhr ist, beschließe ich nach einer guten Mahlzeit (Kärntner Reindling!) noch ohne Gepäck auf den Hochobir zu gehen. Ich lasse also meine Rucksack in der Hütte stehen und geselle mich zu den zahllosen Wanderern, die nach oben streben oder von oben kommen. (Bis zur Hütte kann man mit dem Auto fahren, deshalb gibt es so viele Gäste.)

Die Kühe dürfen bis über 2000hm weiden.

Kurz unter dem Gipfel war das alte Knappenhaus, das dem österreichischen Touristenclub übergeben wurde.

Der erste Blick über die Scharte erweitert den Horizont

Richtung Westen wird es in den nächsten Tagen gehen: u. a. sieht man das Ferlacher Horn

Die Drau und auch Klagenfurt sind deutlich zu erkennen, am linken äußersten Bildrand der markante Dobratsch.


Die Petzen hier am rechten Bildrand


Der Freibacher Stausee gehört zum Ortsteil Zell - Freibach
Beim Hinuntergehen merke ich, dass mein Fuß etwas schmerzt. Die Traumeel Salbe habe ich leider zu Hause gelassen, da werde ich schauen, wie der morgige Tag wird.
Als ich zur Hütte zurückkomme, sind die Touristen wie von Zauberhand verschwunden. So kann ich das Lager für mich ganz alleine haben. Die Hüttenwirte sind noch so nett, mir in Zell - Pfarre für morgen ein Quartier zu bestellen.



Kommentare:

  1. Gut aufgepaßt.
    Das gibt ein Bienchen !

    Ferlach sollte wirklich jeder mit gesundem Menschenverstand meiden !!!
    K2.

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    1. Wär sowieso ein zu großer Umweg gewesen. Nachdem ich bald mit der Wanderung fertig bin, schick ich dir bald das Vereinbarte ;-)

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